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Weltspiegel

Von Garfield bis Grumpy Cat: Die berühmtesten Katzen unserer Zeit

Von Laura Schuster   07. August 2014 14:51 Uhr

Berühmte Katzen

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Der 8. August ist der Internationale Tag der Katze. Anlass genug, einen Blick auf allseits bekannte Katzen zu werfen.

Der Weltkatzentag, der Schutz und artgerechte Haltung der Vierbeiner fördern soll, wurde 2002 vom Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) ausgerufen. Wir haben den Weltkatzentag zum Anlass genommen, einen Überblick über die bekanntesten Miezen unserer Zeit zusammenzustellen - reale Tiere sind ebenso enthalten wie fiktive.

Garfield

Garfield in "Garfield 2" (2006)

Die Figur des frechen, faulen, Lasagne-liebenden Katers Garfield entstammt den Comic-Strips von Jim Davis, die seit 1978 täglich erscheinen. Garfield, sein geistig beschränkter Hunde-Mitbewohner Odie und deren sozial unbegabtes Herrchen Jon Arbuckle waren inzwischen auch die Hauptdarsteller einiger Filme und Fernsehserien. Besonders bekannt sind die Zeichentrickserie "Garfield und seine Freunde" und die Spielfilme "Garfield - Der Film" und "Garfield 2" aus den Jahren 2004 und 2006. Garfields Popularität ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass er alltägliche menschliche Probleme parodiert. Er hadert ständig mit seinen überzähligen Pfunden, hasst Montage, und wenn ihm wieder einmal langweilig wird, vertreibt er sich die Zeit vor dem Fernseher. Das größte Rätsel der Welt ist für ihn, wohin Odies übergroße Zunge verschwindet, wenn dieser einmal nicht hechelt. Interessantes Detail am Rande: Seinen Namen verdankt der rote Tiger-Kater dem Großvater seines Schöpfers, James Garfield Davis. Der wiederum wurde nach dem 20. US-Präsidenten, James A. Garfield, benannt.

Hello Kitty

Ein Hello-Kitty-Café in Thailand

Hello Kitty wurde 1974 im Auftrag der japanischen Firma Sanrio entworfen. Firmenchef Shintaro Tsuji hatte festgestellt, dass sich seine Produkte besser verkauften, wenn sie mit Motiven wie Blumen, Erdbeeren oder Tieren verziert waren. So kam es dazu, dass die Designerin Yuko Shimizu die beliebte Katze schuf, die erstmals 1975 auf einer Geldbörse zu sehen war. Nach dem ersten Boom in den 70ern wurde die Marke Mitte der 90er wieder sehr populär und das Phänomen Hello Kitty erfasste alle Altersgruppen. Die Produktpalette bietet heute von Schmuck über Haushaltsgeräte und Musikinstrumente bis hin zu Autos nahezu alles, was das Herz begehrt, auch Fernsehserien und Computerspiele.

Der Hello-Kitty-Hype trieb reichlich seltsame Blüten: In Taiwan gibt es eine Geburtsklinik im Hello-Kitty-Look, ein Flugzeug einer taiwanesischen Airline wurde zum "Hello Kitty Jet" umgestaltet und als Spielzeug für Erwachsene gibt es den Hello-Kitty-Vibrator. Im Jahr  2000 wurden bei Randalen in Singapur mehrere Menschen verletzt, weil eine McDonald's Filiale Hello-Kitty-Puppen verkaufte. 2007 mussten thailandische Polizisten als Strafe fürs Zuspätkommen einige Tage lang mit einer rosaroten Hello-Kitty-Armbinde herumlaufen.

Manche Feministinnen sehen den fehlenden Mund der Katze und überhaupt ihr ganzes zuckerlrosa Universum als Symbol für veraltete Geschlechterrollen und die Unterdrückung der Frau. Hello Kitty-Schöpferin Shimizu hingegen führt als Grund für den nicht vorhandenen Mund an, dass der Betrachter so jede Emotion in die Figur hineinprojizieren könne.

Nyan Cat

Nyan Cat

Die Nyan Cat  (japanische Katzen machen "nya" statt "miau") hat sich seit 2011 zum YouTube-Hit entwickelt. Die 8-Bit-GIF-Animation zeigt eine fliegende Katze, deren Körper aus einem Kirschkuchen besteht und die einen Regenbogen hinter sich herzieht, während ein außergewöhnlich nervtötender Remix des Songs „Nyanyanyanyanyanyanya!“ zu hören ist. Das Original-Video wurde auf YouTube mittlerweile über 111 Millionen Mal angeklickt. Auf der „Non-Stop-Nyan-Cat“-Seite kann man sich mit anderen darin messen, wie lange man es aushält, sich die Nyan Cat anzusehen und anzuhören. Während das Nyanyanyanya-Lied als Endlosschleife läuft, wird die Zeit gezählt, mit der man dann via Twitter angeben kann. Und was ist Ihre Bestzeit?

Maru

Maru in der Schachtel

Maru, diesmal eine echte Katze aus Japan, wurde ebenfalls durch YouTube bekannt: Die Videos mit dem Kater, der sich gern in Schachteln jeder Größe zwängt, wurden seit April 2013 insgesamt über 200 Millionen Mal angesehen, im Durchschnitt hat jedes einzelne Video etwa 800.000 Klicks. Die Internet-Berühmtheit durfte inzwischen in einigen japanischen Werbesendungen mitspielen. 2009 wurden unter dem Titel "I am Maru" in Japan ein Buch und eine DVD mit dem Kater in der Hauptrolle herausgegeben, im nächsten Jahr folgte eine zweite DVD. Der Name "Maru" lässt sich übrigens mit "Kreis" oder "rund" übersetzen.

Grumpy Cat

Grumpy Cat mit Besitzerin Tabatha Bundesen

Genauso real wie Maru ist die Katzendame Tardar Sauce alias "Grumpy Cat" aus Arizona, die wegen ihres mürrischen Gesichtsausdrucks berühmt wurde. Ihr Aussehen ist darauf zurückzuführen, dass sie an genetisch bedingtem Kleinwuchs leidet. Auch Grumpy Cat wurde 2012 zum YouTube-Star und ist abseits ihrer eigenen Internet-Seite auch auf Facebeook und Twitter vertreten. Besonders beliebt sind die mit schwarzhumorigen Sprüchen gewürzten Fotos der Katze, von denen einige 2013 in einem Buch herausgegeben wurden. Seit 2013 ist "Grumpy Cat" eine eigene Marke, von der T-Shirts, Plüschtiere und andere Fanartikel verkauft werden. Sogar einen "Grumpuccino", den Grumpy Cat-Eiskaffee, soll es bald geben. Frauchen Tabatha Bundensen verwaltet die Termine ihrer vierbeinigen Berühmtheit. Ihr Geldbörserl dürfte sich über das erfolgreiche Haustier freuen.

Tara

Tara beim Baseball  

Tara ist erst seit Kurzem ein Star. Diese kalifornische Katze wurde nicht wegen ihres Aussehens berühmt oder wegen ihrer Vorliebe, sich in zu kleine Schachteln zu kuscheln, sondern aufgrund großer Taten: Sie rettete im Mai 2014 einen vierjährigen Buben vor schweren Verletzungen durch einen bissigen Hund, nachrichten.at berichtete. Eine Überwachungskamera zeichnete auf, wie Tara den Hund, der den Jungen von seinem Laufrad zerrte, ansprang und verjagte. Der Vater des kleinen Jeremy lud auf YouTube ein Video des Vorfalls hoch, das in den ersten 48 Stunden fast 17 Millionen Mal angesehen wurde. Seitdem ist Tara in den USA als Heldin bekannt. Kurz nach der Rettung des Buben durfte sie sogar ein Baseball-Spiel eröffnen. Der Hund hingegen wurde eingeschläfert. Tara war 2008 von ihrer Familie "adoptiert" worden, nachdem sie den Eltern nach Hause gefolgt war. 
 

Für den Fall, dass Sie von den Katzengeschichten nicht genug bekommen können: Eine sehr ausführliche (englische) Wikipedia-Seite liefert weitere erstaunliche Fakten über namhafte Katzen. Dort finden sich unter anderem Katzen berühmter Persönlichkeiten, Katzen, die Weltrekorde halten, Katzen, die Erbschaften machen und Katzen, die mit dem Bus fahren.

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