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Weltspiegel

"Viva España" - 300.000 Spanier protestierten am Nationalfeiertag

Von nachrichten.at/apa   12. Oktober 2018 15:32 Uhr

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Bild 1/11 Bildergalerie: Spanische Königsfamilie bei Militärparade

BARCELONA/MADRID. Am Freitag protestierten in Barcelona anlässlich des spanischen Nationalfeiertags Hunderttausende von Menschen für die Einheit des Landes und gegen den Abspaltungsprozess der katalanischen Regionalregierung.

Mit "Viva Espana"-Rufen und Parolen gegen die separatistischen "Putschisten" zog der Protestmarsch über den Paseo de Gracia bis zum Zentralplatz Placa Catalunya. Viele Slogans forderten auch Gefängnis für Carles Pugidemont, den ehemaligen Regierungschef Kataloniens, der wegen der Durchführung eines illegalen Unabhängigkeitsreferendums am 1. Oktober 2017 von der Zentralregierung abgesetzt wurde und sich seitdem auf der Flucht vor der spanischen Justiz im Exil in Belgien befindet.

Der Hauptveranstalter, die anti-separatistische Bürgerbewegung SCC, sprach von rund 300.000 Teilnehmern, die das Zentrum der katalanischen Küstenmetropole in ein Meer aus spanischen und katalanischen Flaggen verwandelten.

Demonstranten stehen hinter Felipe

Die Demonstranten verteidigten während des Protestmarsches jedoch auch lautstark König Felipe VI. Er steht als spanisches Staatsoberhaupt seit über einem Jahr im Fadenkreuz der separatistischen Bewegung. Auslöser war seine öffentliche Fernsehansprache, mit der er vehement das verfassungswidrige und verbotene Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien verurteilte und sich auf die Seite der spanischen Einheit und Verfassung gestellt hatte.

Nach der Militärparade und einem Staatsempfang im Madrider Königspalast fliegen Felipe VI. und Königin Letizia nach Mallorca, um drei Tage nach den verheerenden Regenfällen das Katastrophengebiet zu besuchen. 

"Buh-"Rufe gegen Sanchez

Zu Beginn der Festlichkeiten und der Militärparade in Madrid gab es auch lautstarke Proteste und "Buh"-Rufe gegen Spaniens Ministerpräsidenten Pedro Sanchez. "Raus, Besetzer" riefen mehrere Hundert Personen. Sie nahmen Bezug auf den Moncloa-Regierungspalast, in den Sanchez nicht durch Wahlen gekommen sei, sondern im Juni durch ein Misstrauensvotum gegen die konservative Vorgängerregierung von Mariano Rajoy. Das Misstrauensvotum wurde durch die katalanischen Separatisten und die Linkspopulisten unterstützt.

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