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Migranten überwiesen 466 Milliarden Dollar

Von nachrichten.at/apa   23.April 2018

Proteste vor Räumung des "Dschungels"
Migranten schickten 466 Mrd. Dollar in ihre Herkunftsländer.

Das waren 8,5 Prozent mehr als 2016, als 429 Mrd. Dollar überwiesen wurden.

Heuer rechnet die Weltbank mit einem weiteren Anstieg der Überweisungen um rund vier Prozent.

Zuwächse gab es nach Angaben der Weltbank vor allem bei den Überweisungen aus Europa, Russland und den USA. Mit 69 Mrd. Euro ging das meiste Geld nach Indien, gefolgt von China (64 Mrd. Euro), den Philippinen (33 Mrd. Euro), Mexiko (31 Mrd. Euro), Nigeria (22 Mrd. Euro) und Ägypten (20 Mrd. Euro).

Die Geldtransfers, für viele arme Staaten ein entscheidender Wirtschaftsfaktor, sind nach Meinung der Weltbank aber zu teuer: Im ersten Quartal 2018 mussten für eine Überweisung von 200 Dollar im weltweiten Durchschnitt 7,1 Prozent des Betrags an Gebühren gezahlt werden. Am teuersten waren demnach Überweisungen in die afrikanischen Staaten südlich der Sahara mit 9,4 Prozent.

Die Weltbank fordert daher Staaten, Finanzinstitutionen und Entwicklungsorganisationen auf, sich für eine Senkung der hohen Kosten einzusetzen, "damit die Familien mehr Geld bekommen", wie der leitende Autor des Weltbank-Berichts, Dilip Ratha, sagte. Die Staaten sollen demnach vor allem das Überweisungsverfahren vereinfachen, indem sie beispielsweise für eine "effizientere Technologie" sorgen.

 

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22. September 2021