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Weltspiegel

Fukushima: Rückkehr trotz Strahlung

Von OÖN   23. Februar 2017

Fukushima: Rückkehr trotz Strahlung
Nach der Katastrophe sind weite Landstriche noch immer verstrahlt.

FUKUSHIMA. Japan will Dorf freigeben – Belastung so hoch, wie einmal wöchentlich röntgen.

Sechs Jahre nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi will Japans Regierung die Evakuierung eines nahegelegenen Dorfes aufheben. Umweltschützer kritisieren, dass es dort weiter hohe Strahlenrisiken gibt. Nach einer Untersuchung von Greenpeace Japan ist die in umliegenden Wäldern von Iitate gemessene Strahlung vergleichbar mit dem derzeitigen Strahlenniveau innerhalb der 30-Kilometer-Sperrzone von Tschernobyl.

Die Regierung will jedoch die Evakuierung für einen Großteil von Iitate zum 31. März aufheben und den ursprünglich 6000 Bewohnern per 1. April die Rückkehr erlauben. 2018 sollen die Kompensationszahlungen für die Betroffenen eingestellt werden – womit die Menschen zur Rückkehr in ihre Häuser praktisch gezwungen wären.

Die in und um Häuser in Iitate gemessenen Strahlenwerte seien weiter hoch und stellten ein "nicht hinnehmbares" Risiko für zurückkehrende Bewohner dar, warnte Ai Kashiwagi von Greenpeace Japan. Sollten Bewohner in ihre Häuser zurückkehren, riskierten sie die gleiche Strahlenmenge wie jemand, der sich jede Woche einmal die Brust röntgen lasse.

Die rechtskonservative Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe versuche eine "falsche Realität" vorzugaukeln, wonach sechs Jahre nach Beginn der Katastrophe in Fukushima wieder Normalität für die Menschen einkehre, kritisierte der belgische Greenpeace-Strahlenexperte Jan Vande Putte.

Tatsächlich sei die Strahlensituation in Iitate auch für die kommenden Jahrzehnte alles andere als normal.

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