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Weltspiegel

9/11 - Neues Video von Al-Kaida-Anführer Zawahri am 20. Jahrestag

Von nachrichten.at/apa   11. September 2021 19:51 Uhr

Al-Kaida Zawahri
Zawahri auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2011

BEIRUT. 20 Jahre nach den verheerenden Anschlägen vom 11. September hat das Terrornetzwerk Al-Kaida eine neue Videobotschaft ihres Anführers Ayman al-Zawahri veröffentlicht.

In dem am Samstag über die sozialen Medien verbreiteten Film ruft Zawahri seine Anhänger dazu auf, die Staaten im Westen und ihre Verbündeten im Nahen Osten zu bekämpfen. Das rund 60 Minuten lange Video zeigt die erste Ansprache des Al-Kaida-Chefs, seitdem es Ende 2020 Gerüchte über seinen Tod gegeben hatte.

Analysten sehen in der neuen Aufnahme Hinweise, dass al-Zawahri zumindest noch zu Beginn dieses Jahres am Leben war. So erwähne er einen Angriff auf das russische Militär im Nordwesten Syriens am 1. Jänner, twitterte die Direktorin der auf Propaganda von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, Rita Katz.

Auch auf den Abzug des US-Militärs aus Afghanistan geht al-Zawahri ein. Die USA verließen das Land nach 20 Jahren Krieg "gebrochen und geschlagen", erklärt er. Kein Wort sagt er hingegen zum dortigen Vormarsch der militant-islamistischen Taliban, die mit Al-Kaida verbündet sind. Die Anschläge vom 11. September seien "eine Verletzung", wie sie die USA niemals erlebt hätten, sagt al-Zawahri.

Die Annäherung mehrerer arabischer Staaten an Israel bezeichnet er als "Verrat". Dabei handele es sich um einen "Kreuzzug", der von Amerika angeführt werde: "Und Israel ist eines der wichtigsten Werkzeuge dieses Kreuzzuges." Die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain, der Sudan und Marokko hatten sich im vergangenen Jahre mit Israel geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen zu normalisieren.

Der Ägypter ist Nachfolger von Osama bin Laden, der als Kopf der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA galt. Bin Laden wurde 2011 in Pakistan von einer US-Spezialeinheit getötet. Die USA haben auf Zawahri ein Kopfgeld von 25 Millionen Dollar (21,11 Mio. Euro) ausgesetzt. Fachleute gingen immer davon aus, dass er sich im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt.

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