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Weltspiegel

3G-Pflicht für Arbeitnehmer tritt in Kraft: Proteste in Italien

Von nachrichten.at/apa   15. Oktober 2021 15:06 Uhr

In Genua probten Hafenarbeiter den Aufstand. 

ROM/TRIEST. In Italien ist am Freitag eine umstrittene neue Corona-Regel für Arbeitnehmer in Kraft getreten.

Jeder Beschäftigte, sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Bereich, muss dann nachweisen, geimpft, genesen oder negativ getestet zu sein. Die Maßnahme ist umstritten. Vor dem Hafen Triest versammelten sich Freitagfrüh tausende Demonstranten zu einer Demonstration gegen die Pflicht zur Vorlegung des sogenannten Grünen Passes.

Die Demonstranten unterstützen den Protest der Hafenmitarbeiter, die am Freitag die Arbeit niederlegen. Die Hafenmitarbeiter verhinderten jedoch nicht wie erwartet den Zugang von Lkw-Fahrern zum Hafen, dem größten Italiens. Erwartet wird, dass der Streik mehrere Tage anhalten könnte. Die Hafenarbeiter fordern die Abschaffung der 3G-Pflicht für alle Arbeitnehmer in Italien.

Bilder zeigen die Proteste:

3G-Pflicht im Job: Italiener steigen auf die Barrikaden

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Chaos im Güterverkehr befürchtet

Zu Protestaktionen kam es auch vor dem Hafen Genua. Im Güterverkehr wird Chaos befürchtet, weil viele Fernfahrer vor allem aus dem Ausland kein notwendiges Corona-Zertifikat haben.

Im Produktionswerk des Elektrogeräteherstellers Electrolux unweit der norditalienischen Stadt Treviso sind die Arbeitnehmer am Freitag gegen die 3G-Pflicht in den Streik getreten. Rund 20 Prozent der 1.100 Mitarbeiter sind nicht geimpft. Mehrere Arbeitnehmer der Mailänder Nahverkehrsgesellschaft ATM ohne Grünen Pass blieben der Arbeit fern.

23 Millionen Betroffene

Von der Maßnahme, den sogenannten Grünen Pass vorzuweisen, sind 23 Millionen Beschäftigte in Italien betroffen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte das Dekret vor einem Monat beschlossen, um mehr Menschen zur Impfung zu bewegen. Rund 85 Prozent der Italiener ab zwölf Jahren sind mindestens einmal geimpft.

In vielen Städten sind am Freitag Proteste geplant, unter anderem in Rom. Dort gab es erst am vorigen Samstag bei einer Demonstration schwere Krawalle.

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