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Mobilfunkanbieter übertrumpfen sich bei Erfolgsmeldungen über 5G-Ausbau

31. August 2019 00:04 Uhr

Mobilfunkanbieter übertrumpfen sich bei Erfolgsmeldungen über 5G-Ausbau
Dank 5G wird es möglich sein, große Datenmengen, die für Virtual Reality benötigt werden, zu transportieren.

Bis Ende 2020 soll die Markteinführung von 5G in allen Landeshauptstädten erfolgen.

Es ist ziemlich flott und funktioniert – der neue Mobilfunkstandard 5G fasst in Österreich zunehmend Fuß. Momentan vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendein heimischer Mobilfunkanbieter einen Meilenstein zu dem Thema vermeldet.

Aber was ist 5G überhaupt? Als 5G bezeichnet man die fünfte Mobilfunkgeneration. Sie kann Daten mit bis zu 10 Gigabit pro Sekunde übertragen – rund hundert Mal schneller als das aktuelle LTE (4G) – und verspricht mit unter einer Millisekunde vielfach kürzere Laufzeiten der Daten (Latenz).

Unter anderem können zukünftig Smart Cities mit intelligenten, autonomen Fahrzeugen, Robotern und Drohnen mit 5G verlässlich betrieben werden.

Zu Hause, in Betrieben oder Schulen wird 5G dafür sorgen, dass sehr große Datenmengen transportiert werden können, wie sie für Anwendungen von Virtual und Augmented Reality oder für hochauflösendes 8K-Fernsehen benötigt werden.

Wörgl als Pilotprojekt von Drei

Wörgl im Tiroler Unterland wird als erste Stadt Österreichs vollständig mit einem 5G-Netz von Drei ausgestattet.

Zuvor hatte das Mobilfunkunternehmen in Linz ein zusammenhängendes 5G-Netz in Betrieb genommen, gefolgt von einem Launch in Pörtschach am Wörthersee. Wörgl werde damit zu einem 5G-Vorreiter, sagte CEO Jan Trionow bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Netzes.

"Die schnelle Internet-Anbindung ist einer der wichtigsten Zukunftsfaktoren für unseren Wirtschafts- und Bildungsstandort", erklärte Wörgls Bürgermeisterin Hedwig Wechner. Dank 5G sei Wörgl nun früher als erhofft in der Lage, das gesamte Gemeindegebiet mit Highspeed-Internet zu versorgen, fügte sie hinzu.

In den kommenden Monaten will Drei sein 5G-Netz weiter ausbauen. Sobald genügend Standorte angebunden sind, sollen auch neue Angebote mit 5G-fähigen Endgeräten und Tarifen auf den Markt gebracht werden.

Bis Jahresende peile das Unternehmen, eine Tochterfirma des chinesischen Mischkonzerns Hutchison, auch die 5G-Vollversorgung von Linz und weiteren Regionen in ganz Österreich an. Wo das sein wird, hänge davon ab, wo 5G am dringendsten benötigt wird.

5G-Ausbau der Telekom

Der Ausbau des 5G-Netzes der Telekom Austria A1 geht ebenfalls voran. Seit Jahresbeginn kamen 3000 Kilometer dazu, wie Konzernchef Thomas Arnoldner im Interview mit dem "trend" sagte. Insgesamt hätte man nun 50.000 Kilometer ausgebaut. "In 90 Prozent aller Gemeinden haben wir Glasfaserzugangspunkte, und ohne die gibt es kein 5G", so der CEO.

Wofür 5G überhaupt gut ist, müsse in der Anfangsphase aber sicher erklärt werden. "Spannend wird 5G auch im privaten Bereich, wenn Sie extrem hohe Auflösungen über VR-Brillen genießen können. Da wird es atemberaubende Anwendungen geben", meinte Arnoldner weiter.

Durch die zunehmende Digitalisierung wird auch Cyber-Sicherheit ein immer größeres Thema. "Anfragen für unsere Security-Services haben sich in den letzten zwölf Monaten verdreifacht", so der Firmenchef.

Magenta mit erstem Videocall

Nach dem diesjährigen Abschluss der 5G-Frequenzauktion und der Inbetriebnahme der ersten 5G-Mobilfunkstationen in ganz Österreich wurde in Alpbach diese Woche der erste 5G-Videocall Österreichs durchgeführt.

"Alpbach war und ist ein Ort, an dem in Österreich schon viele Innovationen begonnen haben. Mit dem ersten 5G-Videocall Österreichs zeigen wir, wie das 5G-Netz live funktioniert", sagte Andreas Bierwirth, CEO von Magenta Telekom.

Zwischen 2018 und 2021 wird Magenta Telekom insgesamt rund eine Milliarde Euro investieren, um seine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur in Österreich weiter auszubauen.

"Diese Investition stellt ein klares Bekenntnis zur digitalen Zukunft Österreichs dar", so Bierwirth.

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