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E-Scooter im Test: Wer billig kauft, geht Kompromisse bei der Sicherheit ein

16. November 2019 00:04 Uhr

E-Scooter im Test: Wer billig kauft, geht Kompromisse bei der Sicherheit ein
Die hierzulande tätigen E-Scooter-Verleiher verwenden durchwegs preiswerte Modelle aus China.

E-Scooter: Wer sich sein eigenes Gerät anschaffen möchte, sollte diese Punkte beachten.

Teuer ist nicht gleich gut – so oder so ähnlich lautet das Urteil etlicher Produkttests. Schon oft hat sich gezeigt, dass der Preis nicht unbedingt ein Indikator für die Qualität ist. Bei E-Scootern fällt dieses Urteil nicht so aus. Das zeigt zumindest das Ergebnis eines Tests, den nun der ÖAMTC durchgeführt hat.

Unter den acht Modellen, die der Verkehrsclub vor allem auf Alltagstauglichkeit und Fahrsicherheit beurteilt hat, hat sich mit dem BMW X2 City das teuerste Gerät als Testsieger hervorgetan. Doch auch für jene, die nicht so tief in die Tasche greifen möchten, gibt es eine gute Nachricht: Es gibt auch günstigere Scooter, die im Test gut abschnitten.

Die getesteten Modelle kosten zwischen 779,90 und 2399 Euro. Leihscooter, die mittlerweile auch die heimischen Städte erobert haben, wurden bei dem Test nicht berücksichtigt. Nahezu alle Anbieter, die hierzulande E-Scooter verleihen, verwenden günstigere Modelle von den chinesischen Anbietern Xiaomi und Ninebot.

Insgesamt wurden vier Roller als gut bewertet und drei als durchschnittlich. Ein Gerät hat den Test nicht bestanden. Die Testergebnisse im Überblick:

Der Vorbildliche: Mit einer Gesamtnote von 1,9 (detaillierte Bewertungen in der Tabelle rechts) landete der BMW X2 City auf dem ersten Platz. Besonders gut gefielen den Testern die hydraulischen Scheibenbremsen, die ein präzises Bremsen ermöglichen. Ein austauschbarer Akku wiegt die eher geringe Reichweite und das hohe Gewicht auf. Ein Pluspunkt: Als einziges Gerät verfügt der BMW-Scooter über eine Bremsleuchte.

Der Ausdauernde: Nur knapp hinter dem Testsieger folgt der Egret Ten V4. Der Scooter besticht vor allem mit seiner unschlagbaren Reichweite (46 Kilometer), einem sehr guten Fahrverhalten und einer starken Antriebsleistung.

Der Allrounder: Ein gutes Urteil erhält auch der Metz Moover, der mit seinem sicheren Fahrverhalten, einem durchdachten Konzept und LED-Frontbeleuchtung überzeugen kann und im Ranking auf dem dritten Platz landet. Eine besondere Stärke ist der Antrieb, der auch beim Bergauffahren noch gut funktioniert.

Der Nachzügler: Testverlierer ist das zweitgünstigste Modell. Beim Moovi ES145 sei die Gefahr eines Überschlags über den Lenker "enorm, da der Klappmechanismus versehentlich auch während der Fahrt ausgelöst werden kann", sagte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Während der Dauerhaltbarkeitsprüfung brach eine Feder des Vorderraddämpfers.

ÖAMTC fordert Blinker

"Der Trend geht eindeutig in Richtung schwererer Fahrzeuge, die auch hinsichtlich Bremsen und Beleuchtung immer besser werden", sagte Kerbl. Um Stürze beim einhändigen Lenken zu vermeiden, macht sich der Club für serienmäßige Blinker stark. Hersteller sollten zudem am Scooter eine Information über das maximal zulässige Zuladungsgewicht anbringen. Der Akku solle entnehmbar oder mit wenig Aufwand ersetzbar sein.

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