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Die Windows-Zukunft gehört Geräten mit mehreren Bildschirmen

Von Leander Bruckbög 05. Oktober 2019 00:04 Uhr

Die Windows-Zukunft gehört Geräten mit mehreren Bildschirmen
Das Surface Duo erscheint nächsten Herbst und sieht aus wie ein metallenes Notizbuch.

Microsoft präsentierte auf seinem Surface-Event ein Handy und eine Laptop/Tablet-Hybrid-Version mit zwei Bildschirmen samt eigener Windows-Version.

Überraschungen sind selten geworden in der Technikbranche. Wenn Apple oder Samsung ihre neuen Geräte vorstellen, sind die Eckpunkte der Produkte durch zahlreiche "Leaks" meist längst an die Öffentlichkeit gedrungen. Umso aufregender ist es, wenn einer der großen Hersteller es schafft, ein aufregendes Produkt ganz ohne Vorabinfo vorzustellen. So geschehen am Mittwoch auf Microsofts Surface-Event, bei dem der Windows-Konzern jedes Jahr seine neueste Hardware präsentiert.

Surface Duo

Die Rede ist vom Surface Duo, einem klappbaren Handy mit zwei Bildschirmen. Seit dem Scheitern des mobilen Betriebssystems Windows Phone, das sich mangels Apps nie gegen iOS und Android durchsetzen konnte, hatte Microsoft sich aus dem Handymarkt zurückgezogen. Nun ist man nach zweijähriger Abstinenz zurück und springt dabei gleich auf den Trend der zusammenklappbaren Geräte auf. Anders als das Galaxy Fold von Samsung oder das Huawei Mate X hat das Surface Duo aber zwei getrennte 5,6-Zoll-Bildschirme. Der Klappmechanismus lässt sich um 360 Grad schwenken, die Bildschirme können also nach außen oder innen gefaltet werden. Als Betriebssystem dient Android, über das eine windows-artige Oberfläche gestülpt wurde.

Interessenten werden sich allerdings noch etwas gedulden müssen, bevor sie das Surface Duo in den Händen halten können, das Gerät wird wohl erst zum Weihnachtsgeschäft 2020 in den Handel kommen.

Surface Neo

Der große Bruder des Surface Duo ist das Surface Neo, das über zwei Neun-Zoll-Displays verfügt. Das Gerät ist zwischen Tablet und Laptop positioniert und erhält eine eigene Windows-Version, die speziell auf die Nutzung der beiden Bildschirme abgestimmt ist. Windows 10X soll in Zukunft auch von anderen Herstellern für ihre Geräte mit mehreren Bildschirmen verwendet werden. Dies war auch Microsofts Begründung, warum das Gerät bereits jetzt vorgestellt wird, wenn es doch erst Ende nächsten Jahres auf den Markt kommt. Dritthersteller sollen so genügend Zeit erhalten, eigene Geräte für das neue Betriebssystem zu entwickeln.

Die Windows-Zukunft gehört Geräten mit mehreren Bildschirmen
Surface Neo: Großer Bruder des Duo

Das Surface Neo kann etwa aufgeklappt als riesiges Tablet verwendet oder auf dem Schreibtisch wie ein Laptop aufgestellt werden. Einer der beiden Bildschirme fungiert dann als Tastatur und Trackpad. Dazu gibt es auch eine Tastatur mit echten Tasten als Zubehör, die über einem der Bildschirme positioniert wird und so dem Laptop-Erlebnis recht nahe kommt. Unverdeckte Teile dieses Bildschirms können ähnlich wie Apples Touch Bar beim MacBook Pro für kontextsensitive Funktionen verwendet werden.

Surface Pro X vs. Surface Pro 7

Ein wenig konservativer zeigt sich Microsoft bei seiner Surface-Pro-Reihe. Neben der konsequenten Weiterentwicklung Surface Pro 7, das nun mit USB-C-Anschlüssen und stärkeren Intel-Prozessoren daherkommt, kehren mit dem Surface Pro X die Mobil-Prozessoren in die Surface-Reihe zurück. Während das bedeutet, dass zahlreiche traditionelle Windows-Programme auf dem Surface Pro X nicht verfügbar sind, bietet dies mehr Akkulaufzeit in einem leichteren Gewand – perfekt also für unterwegs oder Nutzer, die auf der Suche nach einer Alternative zum iPad Pro sind. Schlau ist die Platzierung des Stylus, der in einer Falte der andockbaren Tastatur aufbewahrt und geladen wird.

Die Windows-Zukunft gehört Geräten mit mehreren Bildschirmen
Das Surface Pro gibt es jetzt als Pro 7

Beide Geräte kommen noch heuer auf den Markt, das Surface Pro 7 am 22. Oktober, das Surface Pro X am 5. November. Das Surface Pro 7 ist ab 899 Euro (Core i3, 4 GB RAM) erhältlich, das Topmodell mit i7, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und Terabyte-Festplatte liegt bei 2499 Euro. Das Surface Pro X kostet in der Einstiegsvariante (8 GB RAM, 128 GB Speicher) 1149 Euro, die Topversion mit 16 GB RAM und 512 GB Speicher kostet 1999 Euro.

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Das Surface Pro gibt es jetzt auch als Pro X mit Mobil-Prozessor.

Surface Laptop 3

Microsoft hat auch nicht auf die Kunden vergessen, die einen ganz gewöhnlichen Laptop wollen. Der Surface Laptop zeigt sich in seiner dritten Ausgabe optisch leicht verändert. Der Nutzer kann diesen nun recht einfach öffnen, um etwa eine größere Festplatte einzubauen. Dazu sind aktuelle, stärkere Prozessoren von AMD verfügbar. Einstiegspreis liegt bei 1499 Euro.

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Der Surface Laptop 3 ist ein interessantes Gerät für konventionelle Nutzer.

Surface Earbuds

Kein respektabler Großkonzern kann heuer auf kabellose Ohrstöpsel im Stil der AirPods verzichten. So hat Microsoft nun die Surface Earbuds im Programm, die durch die Steuerung von Office, etwa für Powerpoint-Präsentationen, aus der Masse hervorstechen sollen. Das runde Design lässt sich für Touch-Steuerung nutzen und hebt sich so von Apple und Co ab. Die Earbuds sollen in den USA noch heuer um 249 Dollar (227,45 Euro) in den Handel kommen.

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Surface Earbuds mit Touch-Bedienung

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Leander Bruckbög

Redakteur Technik

Leander Bruckbög
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