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80 Tablet-Hersteller blasen zur Jagd auf das iPad

11. Januar 2011 00:04 Uhr

Elektronikmesse CES

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LAS VEGAS. Für das iPad von Apple heißt es: Anschnallen. Denn auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas dieses Wochenende präsentierten 80 Konkurrenten ihre eigenen Tablet-PCs. Neues gab es auch bei 3D-Fernsehern und Online-Vernetzung von Geräten.

Die iPad-Nachahmerprodukte von Samsung (Galaxy Tab), Motorola (Xoom), Blackberry (PlayBook) und Co spielen zum Teil bereits größere Stücke als das Vorbild. Sie bieten integrierte Kameras, Betriebssysteme mit mehr Funktionen und bessere Anschlussmöglichkeiten für andere Geräte.

„Der Markt explodiert, gleichzeitig gibt es immer mehr Anbieter. Dadurch sinken die Preise“, sagt Rüdiger Spies, Technologie-Spezialist bei IDC in München. Der Preis nähere sich der 300-Euro-Schwelle (aktuell 499 Euro für das iPad) und drücke auf die Margen. Auslassen will diesen Trend aber dennoch kein Hersteller.

Apple muss sich also rüsten. Nicht nur wegen dem steigenden Druck der Hardware-Konkurrenz wurden auf der CES Gerüchte um eine neue Version des Apple-iPads laut. Auch Software-Giganten wie Google schießen scharf: Das neue Betriebssystem Android 3.0 „Honeycomb“ speziell für Tablet-PCs wurde in Kombination mit dem Motorola-Tablet „Xoom“ auf der CES zur besten Innovation gekürt. Lediglich Microsoft hat bisher kein taugliches Windows-System für Tablet-PCs vorgestellt.

Doch nicht nur das „Tablet“ verspricht auf der CES Neuerung. Einer der Schwerpunkte lag heuer in der Vernetzung von Elektronikgeräten. Statt mühsamem Durchforsten von Bediener-Handbüchern sollen Fernseher, DVD-Player und ähnliches automatisch miteinander kommunizieren und sich vernetzen. Fernseher mit Schnittstelle zum Internet sind dabei nur ein Anfang.

Genau diese Verbindung soll das Internet-Fernsehen in die Wohnzimmer bringen. Sony will in einer Kooperation mit Google bis 2014 mehr als 65 Millionen netzfähige TV-Geräte absetzen. Dafür wurden zudem Verträge mit der amerikanischen Kabelfernseh-Gesellschaft Warner Cable abgeschlossen.

3D-Fernseher wurden zwar schon im Herbst auf der Elektronikmesse IFA in Berlin vorgestellt, der große Siegeszug lässt aber auf sich warten. Allerdings konnte man in Las Vegas zumindest den ersten Prototypen von Toshiba sehen, bei dem der Zuschauer keine spezielle 3D-Brille mehr braucht.

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