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Society & Mode

Tod von Prinz Philip: Wie schwer ist der Verlust für die Queen?

14. April 2021 11:04 Uhr

Tod von Prinz Philip: Wie schwer ist der Verlust für die Queen?
Lebenslange Liebe: Queen und der verstorbene Prinz Philip

Die 73-jährige Ehe der Königin mit dem Herzog war sehr innig.

Als Queen Elizabeth (94) im Jahr 1953 nach der Krönungszeremonie aus der Westminster Abbey schritt, wurde die Feierlichkeit von ihrem Gemahl kurz durchbrochen. Mit Blick auf ihre Krone fragte Philip: "Wo hast du den Hut her?" Auf solche humoristischen Einlagen wird seine Witwe künftig verzichten müssen. Philips Tod hat nach den Worten von Sohn Prinz Andrew eine "große Leere in ihrem Leben" hinterlassen.

"Bei einer so langen Beziehung ist der Tod des einen Partners immer ein großer Schock", analysiert Jürgen Margraf, Professor für Klinische Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum. "Der vertraute Lebensrhythmus ändert sich komplett."

Getrennte Schlafzimmer

Der Queen kämen vermutlich jedoch ihre eiserne Disziplin und die festen Strukturen des Hofes als Stabilitätsfaktoren zugute. "Andererseits: Das Ende einer über 70-jährigen Ehe, die nach allem was man gehört hat, gut funktionierte, muss zwangsläufig ein Riesenschlag sein, gar keine Frage."

Zwar wissen viele aus der Netflix-Serie "The Crown", dass die Eheleute schon seit vielen Jahrzehnten getrennte Schlafzimmer hatten, doch das darf man nach Einschätzung des Queen-Biografen Thomas Kielinger nicht überbewerten: "Die britische Aristokratie praktiziert seit Jahrhunderten getrennte Schlafzimmer, und wie wir heute wissen, ist dieser Raum, den man sich gegenseitig gönnt, psychologisch gar keine schlechte Lösung." Die Queen selbst äußert sich selten über private Dinge, aber 1997 gab sie bei ihrer Goldenen Hochzeit einen kurzen Einblick in ihre Langzeit-Beziehung. "Allzu oft musste Philip meine Ansprachen mit anhören", erzählte sie in einer Tischrede. "Häufig hatten wir zuvor das Manuskript besprochen. Wie Sie sich vorstellen können, hat er mir dabei recht unverblümt seine Meinung gesagt." Dennoch sei er ohne Zweifel "meine Stärke und mein Fels".

Unstrittig ist, dass Elizabeth und der am Freitag im Alter von 99 Jahren verstorbene Prinz Philip ein eingespieltes Team waren. Philip blieb in der Öffentlichkeit zwar stets zwei Schritte hinter der Monarchin zurück – zu Hause habe der Prinz das Sagen gehabt, heißt es. Insider berichteten auch, dass die Queen bei jedem Mal gestrahlt hat, wenn ihr Mann den Raum betrat. "Sie wurde sanfter, entspannter und fröhlicher." Dass die Monarchin als Reaktion auf den Tod von Prinz Philip abdanken könnte, glauben Experten nicht.

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