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Society & Mode

Staatstrauer nach dem Tod von Prinz Philip

12. April 2021 00:04 Uhr

Staatstrauer nach dem Tod von Prinz Philip
Viele legen Blumen nieder.

LONDON. Das Begräbnis findet am Samstag statt – Prinz Harry wird erwartet, seine schwangere Ehefrau Meghan kommt nicht.

Großbritannien trauert eine Woche lang um den am Freitag im Alter von 99 Jahren "friedlich entschlafenen" Ehemann von Queen Elizabeth II., Prinz Philip. Zum Abschluss der Trauerzeit wird am 17. April das Begräbnis des Herzogs von Edinburgh stattfinden. Dies teilte der Buckingham-Palast in London mit. Auf die Frage, wie es der Königin gehe, sagte der Sprecher des Königshauses: "Wir haben es mit einer trauernden Familie zu tun."

An der Trauerfeier auf Schloss Windsor werden nur 30 Personen teilnehmen, darunter Prinz Harry (36), nicht aber seine Ehefrau Meghan (39). Premierminister Boris Johnson verzichtete ebenfalls.

Die schwangere Ehefrau von Philips Enkel Harry werde "auf ärztlichen Rat" nicht aus Kalifornien anreisen, hieß es. Das Verhältnis zwischen Meghan und dem Königshaus gilt als zerrüttet, nachdem sie öffentlich massive Kritik an diesem geübt hatte.

Großbritannien trauert um Prinz Philip

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Premier Johnson begründete sein Fernbleiben mit den Coronaregeln. Er wolle mit seiner Entscheidung so vielen Familienmitgliedern wie möglich die Teilnahme an dem Begräbnis ermöglichen.

"Die Queen war beeindruckend"

Der älteste Sohn der Queen (94) und Thronfolger, Prinz Charles (72), hat sich bereits für die Beileidsbekundungen aus aller Welt bedankt. "Meine Familie und ich werden meinen Vater unglaublich vermissen. Mein Papa war ein ganz besonderer Mensch", sagte Charles. Immer mehr Mitglieder der britischen Königsfamilie trafen unterdessen auf Schloss Windsor zu Kondolenzbesuchen bei der Queen ein. Sichtlich bewegt sprach die Schwiegertochter, Gräfin Sophie, über die Reaktion der Königin auf den Tod ihres Mannes. "Die Queen war beeindruckend", sagte die 56-Jährige mit Tränen in den Augen, als sie und ihr Mann, Prinz Edward (57), Windsor wieder verließen. Edward ist der jüngste Sohn der Queen. Erwartet wird, dass er den Titel Herzog von Edinburgh übertragen bekommt.

1953

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Bild 1/19 Bildergalerie: Elizabeth und Philip: 74 Jahre Seite an Seite

Ob die Royals die Gelegenheit für eine Aussöhnung nutzen, wie Medien spekulierten, ist unklar. Prinz Harry hatte sich besonders mit seinem Bruder Prinz William (38) und seinem Vater Charles überworfen. Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorwürfe von Harry und Meghan über mangelnde Rücksichtnahme und rassistische Äußerungen innerhalb der Familie.

Salutschüsse für den Offizier

Die Streitkräfte erwiesen dem ehemaligen Marineoffizier Philip mit 41 Salutschüssen die letzte Ehre. Kanonendonner war in allen Landesteilen des Königreichs zu hören. Auf vielen Anzeigetafeln, unter anderem am Londoner Piccadilly Circus, wurden Porträts Philips gezeigt. Auch mehrere Kriegsschiffe auf hoher See feuerten Kanonenschüsse ab. Im ganzen Land wehten die Fahnen auf halbmast.

Fußballspiele und andere Sportveranstaltungen begannen mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Royal.

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