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Society & Mode

Missbrauchsvorwürfe: Prinz Andrew wehrt sich

Von OÖN   15. September 2021 00:04 Uhr

Prinz Andrew

Die heute 38-jährige Virgina Giuffre hat den Sohn der Queen verklagt und verlangt Schadenersatz

Der britische Prinz Andrew (61) will die Zivilklage einer Frau anfechten, die ihm vorwirft, sie als Minderjährige missbraucht zu haben. Andrew wolle sowohl die Zuständigkeit des Gerichts in New York als auch die ordnungsgemäße Zustellung der Klage anfechten, hieß es in einem Dokument, das sein Anwalt bei Gericht hinterlegte.

Die 38-jährige Virginia Giuffre hatte die Klage Mitte August eingereicht. Darin wirft sie dem zweitältesten Sohn von Königin Elizabeth (95) sexuellen Missbrauch einer Minderjährigen vor und verlangt Schadenersatz. Zuvor hatte Giuffre den Prinzen mehrfach öffentlich mit den Vorwürfen konfrontiert, die Andrew stets bestritten hatte.

Die Zivilklage sei "unbegründet, nicht haltbar und möglicherweise rechtswidrig", sagte Andrews Anwalt Andrew Brettler am Montag bei einer Online-Anhörung US-Medienberichten zufolge vor Richter Lewis Kaplan. Giuffres Anwalt David Boies hielt dagegen. Es sei völlig eindeutig, dass die Klage ordnungsgemäß sei und dem Prinzen auch ordnungsgemäß zugestellt worden sei. Richter Kaplan setzte eine weitere Anhörung für den 13. Oktober an.

Fatale Freundschaft

Die Klage steht in Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der sich 2019 im Gefängnis das Leben nahm. Prinz Andrew war mehrfach Übernachtungsgast bei Epstein in dessen Anwesen in den USA und der Karibik. Von den Machenschaften seines Freundes und dessen Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell, die derzeit in einem New Yorker Gefängnis auf ihren Prozess wartet, will er aber nichts mitbekommen haben.

Auf den Ruf Andrews haben sich die Vorwürfe aber auch ohne Urteil bereits verheerend ausgewirkt. In einem BBC-Interview, das als Befreiungsschlag gedacht war, stritt der Prinz Ende 2019 zwar alles ab, verschlimmerte die Situation damit aber sogar noch. "Ich kann Ihnen absolut kategorisch sagen, dass es (der Missbrauch, Anm.) nie stattgefunden hat. Ich habe keine Erinnerung daran, diese Dame je getroffen zu haben, überhaupt keine", beteuerte er damals. Doch ein Foto aus der Zeit zeigt ihn zusammen mit Giuffre im Londoner Anwesen Maxwells. Auch wegen anderer Aussagen wurde Andrew als unglaubwürdig wahrgenommen. Er musste sich daraufhin von seinen royalen Aufgaben zurückziehen.

Die Queen schwieg bisher zu den Vorgängen, zeigte sich aber immer wieder demonstrativ an der Seite ihres Sohnes. Auch derzeit soll er sich auf der Sommerresidenz Balmoral in Schottland bei seiner Mutter aufhalten.

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