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Skoda gibt in der Golfklasse nicht auf

Von Markus Prinz 16. April 2019 00:04 Uhr

Skoda gibt in der Golfklasse nicht auf
Das Front- und Heckdesign des Scala soll richtungsweisend für die künftige Markenlinie sein.

Die Tschechen wagen nach dem Rapid den nächsten Angriff auf das Kompaktsegment.

Zu spartanisch. Zu bieder. Zu altmodisch: Skoda geht mit dem Rapid hart ins Gericht. Die Tschechen haben erkannt, dass sich der Rapid zu wenig vom kleineren Fabia abgehoben hat und dauerhaft im Segment der Kompakten keinen Platz gehabt hätte. Darum reifte der Entschluss, etwas Neues zu versuchen. Der Name: Scala.

Aus dem Lateinischen übersetzt heißt Scala Stufe oder Stiege. Und der hat es sprichwörtlich in sich. Der im Hauptwerk in Mlada Boleslav gefertigte Fünftürer kommt in neuem, erfrischend dynamischem Design und hat eine üppige Serienausstattung an Bord, wie etwa LED-Scheinwerfer (Abblendlicht). Zweitens wurde das Raumangebot deutlich vergrößert.

Video: Der neue Skoda Scala

Länger als der Golf

Mit einer Länge von 4,36 Metern ist der Tscheche um zehn Zentimeter länger als der Golf und hat das größte Ladevolumen seiner Klasse (467–1410 Liter). Und das, obwohl die Plattform (MQB A0) des Scala dieselbe ist wie bei Audi A1, Seat Ibiza/Arona und VW Polo. Die Ingenieure reizen dabei Radstand (2,63 Meter) und Überhänge maximal aus. Serienmäßig an Bord ist auch eine LTE-eSIM-Karte, die Passagieren einen WLAN-Hotspot bietet. Auch das Cockpit wirkt optisch sehr frisch und haptisch gut verarbeitet, aber nicht aufdringlich. Optional kommt der Scala mit Virtual Cockpit, 9,2-Zoll-Touchscreen, adaptivem Dämpfersystem, elektrischer Heckklappe oder aktivem Park-Assistenten. Die Ingenieure legten viel Wert darauf, dass es dem Scala an nichts fehlt – vor allem, um im harten Kompakt-Segment bestehen zu können.

Dabei helfen auch die Skoda-typischen "Simply Clever"-Lösungen. Beispielsweise hält die Fahrertür einen Regenschirm bereit. Und der Deckel für den Scheibenwaschbehälter enthält beim Öffnen einen Trichter. Der Eiskratzer fungiert ab sofort als Profiltiefenskala für die Reifen. Genial – und ebenfalls serienmäßig.

Drei Motoren zum Start

Die OÖN durften den Debütanten in allen drei zum Marktstart am 26. April angebotenen Motorvarianten ausgiebig testen. Der Fünftürer liegt gut auf der Straße, die Lenkung ist präzise, alle drei Motorvarianten verrichten ihren Dienst effizient und liefern ausreichend Vortrieb. Wahlweise stehen den Kunden ein 115-PS-Benziner (1,0 TSI), ein 150-PS-Benziner (1,5 TSI, mit Zylinderabschaltung) und ein 1,6-Liter-Dieselmotor mit 115 PS zur Verfügung. Die Einstiegspreise liegen bei 18.980, 23.830 bzw. 23.670 Euro. Skoda sieht den Scala als Stadt-Variante zum Land-Octavia und zieht markentypische Merkmale wie Allradantrieb, eine RS-Version oder durchzugsstärkere Motoren dem Kombi vor. Dieser kommt 2020 in einer neuen Generation – gut möglich, dass dann auch beim Scala nachgeschärft wird. Fix ist, dass noch ein kleinerer Benziner und eine Erdgas-Variante folgen sollen. Für den heimischen Markt beschränkt sich die Stückzahl aller Modelle in diesem Jahr auf 1500, mehr gibt die Produktion nicht her.

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