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Motornachrichten

Krise könnte für Autokäufer teuer werden

Von Carsten Hebestreit 25. Mai 2019 00:04 Uhr

"Eine Ökologisierung des Steuersystems ist sinnvoll und sollte aufkommensneutral sein. Jetzt ist allerdings das Gegenteil der Fall", sagt Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure.

WIEN. Fällt der Nationalrat heuer keinen Beschluss mehr, verdoppelt sich Anfang 2020 die NoVA.

Die Steuerlast auf Autos steigt kontinuierlich. Voriges Jahr durfte sich der Staat durch den Umstieg auf die WLTP-Abgasnorm über 60 Millionen Euro Mehreinnahmen freuen, heuer hätte die Steuerreform 150 bis 160 Millionen Euro zusätzlich in die Staatskasse gespült. Weil trotz Zusicherung die NoVA-Neuberechnung nicht aufkommensneutral ist.

Bangen um Steuerreform

Freilich: Ob die Steuerreform beschlossen wird, ist derzeit aufgrund der politischen Lage nicht absehbar. Wird die Steuerreform heuer nicht mehr umgesetzt, droht das nächste Ungemach für Österreichs Autokäufer: "Dann wird sich Anfang 2020 die NoVA verdoppeln", sagt der Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, Günther Kerle, im OÖN-Gespräch.

Im Vorjahr versprach die Regierung, dass bis 2020 der CO2-Ausstoß laut NEFZ-Norm zur Berechnung der NoVA herangezogen wird. Freilich: Seit 1. September 2018 gilt die WLTP-Norm, von der nun auf NEFZ zurückgerechnet wird. Weil die WLTP-Werte aber höher sind, stieg auch das NEFZ-Niveau – um 6,7 Prozent. Die Folge: Der Staat freut sich über 60 Millionen Euro Mehreinnahmen.

Weil die NEFZ-Übergangsfrist per 31. Dezember 2019 endet, plante die Regierung eine Steuerreform. Darin enthalten ist auch eine Neuberechnung der NoVA, die – so das Finanzministerium – "aufkommensneutral" sein solle. Sprich: Höherer CO2-Ausstoß solle teurer, eine geringere CO2-Emission billiger werden. Und der Staat verdient nichts an der Umstellung.

Vor wenigen Tagen wurde die neue Berechnungsformel bekannt. Seither hagelt es Kritik, weil der Staat doch zusätzlich kassiert. Die Importeure sprechen von 150 , der ÖAMTC von 160 Millionen Euro. Weil der WLTP-Wert eben durchschnittlich 20 Prozent über dem NEFZ-Niveau liegt. Kerle: "Das entspricht einer Erhöhung pro Neuwagen um 300 Euro!"

Wird die Steuerreform nicht beschlossen, droht ein noch teureres Szenario. Weil ab 1. 1. 2020 nur noch der WLTP-Wert herangezogen wird, würde sich die NoVA verdoppeln.

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