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Endlich Radler-Spaß im Gelände bergauf und bergab

Von Peter Affenzeller 18. Juli 2019 00:04 Uhr

Endlich Radler-Spaß im Gelände bergauf und bergab
Unter 20 Kilogramm wiegen die E-Bikes des Modelljahres 2019.

Neue Merida E-Bikes mit Shimano-Antrieb überzeugen mit niedrigem Gewicht und Top-Fahrverhalten

LINZ. Mit unterschiedlich großem Vorder- und Hinterrad, im Rahmen verbautem Akku und neuen Shimano-Motoren bringt Merida 2020 eine neue Generation von E-Bikes heraus, die vom radikalen Downhiller bis zum Gelegenheits-Biker alle überzeugen sollen.

Optisch die auffälligste Veränderung ist sicher das neue "Intube-Konzept", sprich der im massigen Unterrohr der Rahmen versteckte Akku. Er ist mit einem kleinen, am Bike mitgeführten Werkzeug mit wenigen Handgriffen zu wechseln und schafft Platz, um endlich wieder eine Trinkflasche da zu montieren, wo man sie gewohnt ist. Merida verzichtet bewusst auf größere Akkus und bleibt bei 500 Wh (Wattstunden), um die Batterie kompakt und damit den Schwerpunkt der Bikes niedrig zu halten. "Man kann 50 km im Boost-Modus fahren und einen zweiten Akku mitnehmen oder nach einer Tour am Vormittag einfach im Quartier vorbeischauen und den Akku tauschen", erklärt Chefdesigner Jürgen Falke die Idee dahinter. Dafür habe man es geschafft, mit dem Gewicht der Bikes unter 20 Kilogramm zu kommen und ihnen ein "leichteres" Fahrgefühl mit besseren Bergauf-Eigenschaften zu geben: Das "Steigen" des Vorderrades auf schwierigen Passagen wird extrem lange hinausgezögert, der Fahrer hat mehr Kontrolle bei weniger Krafteinsatz. Die unterschiedlich großen Laufräder bei einigen eONE-Modellen erklären Falke und Produktmanager Benny Diemer bei der Präsentation so: "Das größere Vorderrad mit seinen 29 Zoll rollt leichter über Hindernisse, das kleinere Hinterrad mit 27,5 Zoll bringt Grip und Beweglichkeit."

An den Rädern sind durchwegs hochwertige Komponenten verbaut, Laufräder zum Beispiel von DT Swiss, Gabeln und Dämpfer von Fox, Rock Shox, Antrieb, Schaltungen und Scheibenbremsen von Shimano. Bei den neuen Antriebsgruppen werkt jeweils ein Leistungs- und ein Umdrehungssensor: "Wir bauen ja keine Elektro-Mopeds, sondern das Fahrverhalten soll möglichst natürlich sein", sagt Merida-Importeur Gernot Loidl aus Bad Goisern. Der Fahrer entscheidet, wie viel Unterstützung er sich vom Motor holt. Ohne Treten rührt sich nichts… Und wenn die Umdrehungen an der Kurbel stimmen, setzt der elektrische Schub sanft und dosiert ein.

Durch eine neue Dämmung "jammern" die Motoren nicht mehr, kaum ein Geräusch verrät den elektrischen Helfer. Um Gewicht zu sparen, hat Shimano auch die Displays der Motorsteuerung abgespeckt, leider so extrem, dass sie bei hellem Sonnenlicht kaum noch ablesbar sind. Dafür gibt es für Technik-Freaks jetzt schon Modelle, die ihre Daten per Bluetooth an eine App übertragen und gar kein Display mehr brauchen, weil das Smartphone diese Rolle übernimmt.

Elektrische Schaltungen

Neuerungen in der E-Bike-Familie verkünden die Merida-Leute auch bei den Gravel-Bikes (für Schotterwege), den eSPRESSO-, Cross Country- und Touren-Rädern. Bei den Straßen-Rennrädern setzen sich Scheibenbremsen und elektrischen Schaltungen durch.

Eine Überarbeitung hat man den Kinderrädern gegönnt: "Wir haben sie leichter gemacht und dafür auf Federgabeln verzichtet", sagt Falke: Ein riskanter Schritt, weil eine Federgabel optisch cool aussieht, auch wenn sie für kleine Nachwuchs-Biker kaum Sinn hat. Bei Merida sollen jetzt XL-Reifen die Dämpfung übernehmen, dafür ist das Rad wesentlich leichter.

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Artikel von

Peter Affenzeller

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