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Motornachrichten

Der schwedische Tesla

Von Carsten Hebestreit  12. Juni 2021 00:04 Uhr

Der schwedische Tesla
Der Polestar 2 steht auf derselben Plattform wie der Volvo XC40 und läuft im selben chinesischen Werk vom Band.

Der Polestar 2 macht vieles anders und auch richtig – Sitze aus Fischernetzen – Volle Integration von Google – Ein Startknopf fehlt – Ab 55.900 Euro.

Polestar – wer? "Die fehlende Bekanntheit ist unser größtes Problem." Unverblümt nennt Tom Hörmann die Herausforderung beim Namen. Hörmann, zuvor Chef bei Jaguar-Land Rover, ist jetzt Boss bei Polestar Österreich. Das Mutterunternehmen aus Göteborg ist ein Volvo-Ableger, der für Motorsport und Tuning verantwortlich zeichnet. Und jetzt eben für die sportliche E-Mobilität.

Polestar-1-Produktion endet

Der Plug-in-Hybrid Polestar 1 läuft seit 2017 vom Band: 609 PS, 1000 Nm, 124 Kilometer elektrische Reichweite. 500 Stück werden pro Jahr in China produziert – bis Ende 2021, dann ist Schluss. Weil der Polestar 2 in die Poleposition rückt. Der skandinavische Tesla passt besser ins Portfolio der Schweden, die wie Volvo zum chinesischen Geely-Reich gehören. "Wir sind aber eine schwedische Marke", korrigiert Polestar-Sprecher Brent Ellis das Chinesen-Argument. "Das iPhone wird in China gefertigt, und niemand kommt auf die Idee, von einem chinesischen Produkt zu sprechen."

Der schwedische Tesla
Kostet mit fünf Extras 66.400 Euro

Mit der Nummer zwei wagen sich die Schweden auf neue Wege. Kork und alte Meeresfischernetze werden recycelt und für die Inneneinrichtung wie Sitze und Verkleidungen wiederverwendet. Der Startknopf wurde abgeschafft – reinsetzen, fertig. Das Infotainmentsystem, das über den Touchscreen oder die Spracherkennung ("Hey Google") gesteuert wird, basiert ausschließlich auf Googles Android-Betriebssystem. Ellis: "Warum etwas selbst erfinden, wenn wir das Beste der Welt haben können!" Maps, Kalender, E-Mail usw. – der Polestar-2-Lenker kann aus dem Google-Vollen schöpfen.

Der schwedische Tesla
Touchscreen mit Google-System

Beim Kickdown bricht die Hölle los, der Allrad steuert die Spurtreue bei. Auf der OÖN-Runde durch Wien (inkl. Autobahn) verbrauchte der Schwede 20,4 kWh auf 100 Kilometer. Ein guter Wert.

55.900 Euro stehen auf dem Preiszettel, werden die fünf möglichen Optionen gezogen, erhöht sich die Summe auf 66.400 Euro – inklusive Anhängerkupplung (750/1500 kg), Metallic-Lack, 20-Zöllern usw.

490 Reservierungen liegen auf Hörmanns Tisch, im Herbst laden die Schweden zu Testfahrten in Oberösterreich (Autowelt Linz). Dann starten auch die ersten Auslieferungen.

Der schwedische Tesla
Recycling-Kunststoff im Innenraum

Der Antrieb

Zwei E-Motoren leisten im Allradler 300 kW (408 PS) und 660 Nm. Die WLTP-Reichweite liegt bei 470 km, der Akku speichert 78 kWh. Ladeleistung: 155 kW (DC) bzw. 11 kW (AC).
0 auf 100 km/h: 4,7 Sekunden.

Artikel von

Carsten Hebestreit

Redakteur Motor

Carsten Hebestreit
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