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E-Mobilität

Das späte Elektro-Glück

Von Carsten Hebestreit 06. April 2019

Das späte Elektro-Glück
„Unsere Freunde waren skeptisch. Wir haben den Kona trotzdem gekauft“: Angela und Bruno Mayrhofer

Mühlviertler Ehepaar (77 bzw. 73 Jahre alt) verkaufte seinen Diesel und stieg aus Überzeugung auf ein E-Auto um – "Wir müssen alle etwas für die Umwelt tun!"

Es ist nie zu spät. Das dachten sich auch Angela und Bruno Mayrhofer. Und kauften sich ein neues Auto – zu einem Zeitpunkt, zu dem Alterskollegen den Zündschlüssel für immer abziehen. Die Mühlviertlerin feiert dieser Tage ihren 73., ihr Mann ein paar Stunden später seinen 77. Geburtstag.

"Wir waren schon immer Autofahrer", sagt Angela Mayrhofer aus Niederwaldkirchen. "Ich bin 20 Jahre lang mit dem Auto nach Linz zur Arbeit gependelt", begründet sie. "Und mein Mann 25 Jahre lang nach Kremsmünster." Mit einem Auto unterwegs zu sein, das liege beiden irgendwie im Blut.

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Wartungsarbeiten

Wartungsarbeiten (Alle Fotos: Schwarzl)

 

Umweltgedanke fährt mit

Im Hinterkopf fuhr bisher auch immer der Umweltgedanke mit. "Wir müssen etwas tun!", sagte die Pensionistin noch im Vorjahr zu ihrem Gatten. Zuerst die Umstellung auf eine umweltfreundliche Erdwärme-Heizung, dann, im Herbst, schaffte sich das Ehepaar einen Hyundai Kona an. Ein Elektro-Auto mit 400 Kilometer Reichweite.

"Alternativ? Nein alternativ sind wir nicht, aber praktisch", sagt die 73-Jährige. So oder so: Die Elektro-Mobilität sei diesbezüglich sinnvoll.

"Ich hab’s ja nicht geglaubt, aber das Fahrgefühl ist fantastisch", sagt die 73-Jährige. "Geräuschlos und mit einer starken Beschleunigung." Überholen sei kein Problem mehr. "Insgesamt gesehen ist’s ein gediegenes Fahren. Stark."

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„Unsere Erwartungen wurden vom E-Auto übertroffen.“

„Unsere Erwartungen wurden vom E-Auto übertroffen.“

 

470 Kilometer Reichweite verspricht das Kona-Prospekt. 400 Kilometer schafften die Mayrhofers. "Viel fehlt nicht auf diese Marke." Und doch: "Die Kälte im Winter spielt schon eine wichtige Rolle." Lädt der Wagen bei Minustemperaturen im Freien, schrumpft die Reichweite. Ebenso beim Heizen während der Fahrt.

Einmal pro Woche nach Linz

5000 Kilometer legte das Ehepaar bisher elektrisch zurück. "Wir fahren einmal pro Woche nach Linz, um zu shoppen oder Verwandte zu besuchen." Ein Urlaub im Waldviertel ist fest eingeplant – inklusive Ladestopps. "Eine Unsitte im Mühlviertel ist, dass Verbrenner auf Parkplätzen stehen, die für E-Autos reserviert sind."

"Unsere Erwartungen wurden mit dem Kona übertroffen", sagt die 73-Jährige. Das betreffe nicht nur die Fahrcharakteristik, sondern auch das hohe Einsteigen. "Das hilft im Alter dann doch sehr."

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Geladen wird an der Wallbox daheim oder gratis im Ort.

Geladen wird an der Wallbox daheim oder gratis im Ort. 

 

Hyundai Kona

Der Hyundai Kona ist als E-Modell in zwei Varianten erhältlich: mit einem 39-kWh- und einem 64-kWh-Akku. Damit schafft der Koreaner 300 bzw. 470 Kilometer Reichweite mit einer Ladung. Die Leistung variiert ebenso: 99 kW (135 PS) bzw. 150 kW (204 PS).

Die Ladeleistung des Onboard-Laders beträgt in beiden Fällen 7,2 Kilowatt. An einer Wallbox ist der kleinere Akku nach 6:10 Stunden, der größere nach 9:10 Stunden zu 100 Prozent voll. An einer 100-kW-Ladestation ist der Stromspeicher nach 54 Minuten zu 80 Prozent voll.

 

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