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Auto-Tests

Hyundai Santa Fe: Komfortabel und sehr fürsorglich

Von Clemens Schuhmann 29. April 2019

Komfortabel und sehr fürsorglich
Das Topmodell des neuen Hyundai Santa Fe überzeugt mit einer harmonischen Motor-Getriebe-Kombination und modernen Assistenzsystemen.

Der Hyundai Santa Fe begeistert mit seinen inneren Werten und dem hohen Sicherheitsniveau.

Santa Fe ist die Hauptstadt des US-Bundesstaates New Mexico. Da dieser Name nach Abenteuer klingt und die 70.000-Einwohner-Stadt von hohen Bergen umgeben ist, hat der koreanische Autohersteller Hyundai seit 2000 ein großes SUV gleichen Namens im Programm. Mittlerweile halten wir bei der vierten Generation – und der Santa Fe muss keinen Vergleich mehr mit den großen deutschen Premium-SUV scheuen.

Design: Der neue Hyundai Santa Fe ist gegenüber dem Vorgänger gewachsen, dafür gibt es nur noch eine Karosserielänge – auch für den Siebensitzer. Der Fünftürer ist wuchtig, keine Frage. Aber er kommt nicht martialisch daher. Und er wirkt weniger wie ein Offroader, sondern eher wie ein Großraum-SUV. Aber – nomen est omen – das Design verspricht Abenteuer und Freiheit. Auch wenn die hinteren Seitenscheiben vergrößert wurden, die eingeschränkte Sicht nach (schräg) hinten bleibt ein kleines Manko. Abhilfe schafft die serienmäßige Rückfahrkamera.

Innenraum: Wer die Fahrertür schließt, findet sich in einem höchst komfortablen Kokon wieder. Die mit feinem Leder bezogenen, beheiz- und belüftbaren Sitze bieten höchsten Komfort auch auf längeren Strecken. Dazu kommen eine perfekte Ergonomie und eine intuitive, watscheneinfache Bedienung. Der frei stehende Monitor sowie die Armaturen begeistern mit hoher Auflösung und glasklarer Darstellung. Der Santa-Fe-Innenraum verströmt mit jeder Faser Premium-Anmutung.

Komfortabel und sehr fürsorglich
Im Innenraum sind feine Materialien verbaut – und er ist hervorragend gedämmt.

Fahrwerk: Die Abstimmung ist etwas härter, was aber zu keinerlei Komforteinbußen führt. Der Santa Fe ist aber auch kein Sport-SUV, er liebt eher die gemächliche Gangart. Sein Metier ist die Langstrecke. Die Lenkung ist präzise, es gibt kaum Wankbewegungen in Kurven – aber der 1,9-Tonner untersteuert deutlich, wenn eine Kurve zu schnell durcheilt wird.

Dank der Vielzahl an serienmäßigen (!) Assistenzsystemen ist der Santa Fe sehr fürsorglich. Neben den üblichen Helfern (Abstandsregel-Tempomat, Toter-Winkel-Assistent, Querverkehrswarner etc.) weist der Hyundai zwei äußerst hilfreiche Assistenten auf: Ein Aufreißen der Türen bzw. das Aussteigen ist nicht möglich, wenn etwa an einer viel befahrenen Straße Fahrzeuge näher kommen. Das System verriegelt die Türen, solange Gefahr droht. Das ist insbesondere dann super, wenn hinten übermütige Kinder mitfahren. Apropos Kind, Baby oder auch Haustier: Wer im Santa Fe jemanden auf der Rücksitzbank zurücklässt, wird mit einem langen Hupkonzert und einer Nachricht auf dem Smartphone erinnert. Dieser Insassenalarm ist vor allem in der warmen Jahreszeit wichtig.

Komfortabel und sehr fürsorglich
Der Santa Fe mit Automatik zieht bis zu 2000 Kilogramm schwere Anhänger.

Motor: Der Vierzylinder mit 200 PS hat keinerlei Mühe mit dem großen, schweren Fahrzeug – und er ist ausgezeichnet gedämmt. Das Zusammenspiel mit der 8-Gang-Automatik ist hervorragend. Die Gänge werden ruckfrei, aber nicht zu schnell sortiert. Wer eine höhere Anhängelast als die 2000 Kilogramm benötigt, muss zum 2000 Euro günstigeren Schalter greifen. Dann darf der Hänger 500 Kilogramm schwerer sein. Grundsätzlich passt aber die Automatik besser zum Charakter des Santa Fe. Der von Hyundai angegebene Verbrauch geht sich nicht aus. Auf längeren Überlandetappen kamen wir mit knapp 7,0 Liter aus; insgesamt waren es brave 7,8 Liter.

Fazit: Wer mit einem geräumigen, komfortablen, überkomplett ausgestatteten und vor allem sehr sicheren SUV liebäugelt, sollte den Hyundai Santa Fe ernsthaft in Erwägung ziehen, denn er bietet ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis – und eine lange Garantie ohne Kilometerbegrenzung.

 

Hyundai Santa Fe 2.2 CRDi 4WD AT Level 6

Preis: ab 59.490 Euro 
OÖN-Testwagen 60.540 Euro

Motor: Vierzylinder-Diesel mit Steuerkette
Hubraum 2199 ccm
Leistung 147 kW (200 PS) bei 3800 1/min
max. Drehmoment 440 Nm bei 1750 bis 2750 1/min

Verbrauch (NEFZ)
Stadt/Land/Mix 7,5/5,6/6,3
OÖN-Test 7,8
Tank/Kraftstoffart 71 l/Diesel

Umwelt: Euro-6d-TEMP
CO2-Ausstoß 165 g/km

Antrieb: Allrad
Getriebe 8-Gang-Automatik

Fahrleistungen:
0 auf 100 km/h in 9,4 sec
Spitze 205 km/h

Abmessungen & Gewichte:
L/B/H 4770/1890/1703 mm
Leergewicht 1855 kg
Zuladung 512 kg
Kofferraum 625 bis 1695 Liter
Anhängelast gebr. 2000 kg

Garantie: fünf Jahre

Plus: lange Garantie, überkomplette Ausstattung, viele Assistenzsysteme, feine Materialien innen, präzise Lenkung, viel Platz, variabel, hohes Komfortniveau

Minus: eingeschränkte Sicht nach (schräg) hinten, Anhängelast

Artikel von

Clemens Schuhmann

Redakteur Außenpolitik, Weltspiegel

Clemens Schuhmann
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