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Auto-Tests

Smart im Langstrecken-Test: Auto klein, Spaß groß

Von Christoph Zöpfl   28. Januar 2012 00:04 Uhr

Langstrecken-Test: Auto klein, Spaß groß
Der kleine smart fortwo in der unübersehbaren Lackierung der Edition "Nightorange".

Der Lauda Niki hat nichts zu verschenken. Kein Zufall, dass er ein Botschafter des „smart“ ist. Dieses Auto ist nämlich ganz schön clever.

OÖN-Test:

smart fortwo coupé, micro-hybrid, 71 PS

ab 11.380 Euro

CO2: 98 g/km

Ökofaktor: vier von fünf Sterne

 

Zugegeben, der Umstieg von einem mächtigen SUV-Trumm auf den smart fortwo cabrio (Mercedes spart bei der Typen-Bezeichnung sogar die Großbuchstaben ein) war zunächst ein etwas herbes Erlebnis. Ob das wirklich eine gute Idee war, dieses Bonsai-Auto ausgerechnet auf einer Reise nach Prag zu testen? Das anfangs eher lange Gesicht zog dann schnell ein Lächeln in die Breite. Zur Basis-Ausstattung eines smart zählt eine ansteckende gute Laune. Hinter dem Lenkrad fühlst du dich cleverer und smarter als deine Verkehrskameraden, die vor allem in der Stadt dumm aus der Wäsche schauen, wenn du sie beim Ampel-Start stehen lässt und den smart dort hineinzwickst, wo keiner eine Parklücke sieht.

Flotter Dreizylinder mit 71 PS

Nicht einmal auf der Langstrecke schaut man im zweisitzigen smart alt aus. Okay, von einem Wagerl, dessen Radstand nicht einmal zwei Meter beträgt, kann man nicht den Fahrkomfort einer großen Limousine erwarten, aber die Sitze sind passabel und die Fahrleistungen ausreichend. Wenn der Wind günstig ist, ist sogar der smart mit dem 71 PS starken Dreizylinder in der Lage, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn zu toppen, was natürlich kein Ziel sein sollte. Die Reisegeschwindigkeit auf dem Highway pendelt sich bei Tempo 120 ein. Für leichtes Unwohlsein war bei der Testfahrt nur ein stürmischer Seitenwind verantwortlich, der mit dem smart ein bisschen spielen wollte.

Kleines Auto = Freiwild

Apropos unangenehm: Manchmal war es schon sehr erstaunlich, mit welchem Macho-Gehabe manche – „zufällig“ ausschließlich männliche – Verkehrsteilnehmer auf einen smart reagieren. Da wird einem der Vorrang genommen, da picken sie am Heck, als würden sie dich samt dem smart platt machen wollen – offenbar glauben da ein paar Herrschaften, dass jemand, der so ein kleines Auto fährt, Freiwild ist. Vielleicht ist es auch nur der Ärger darüber, dass so ein smart nur halb so viel kostet und halb so viel Sprit schluckt, aber genauso flott unterwegs ist...

Unser Testauto, das im kreischenden Farbdesign der Edition „Nightorange“ lackiert war, hatte dank Start-Stopp-Automatik ein zusätzliches Sparpotential, das den 100-Kilometer-Verbrauch zuverlässig unter die Fünf-Liter-Grenze drückte. Dass smart dieses Modell mit dem Kürzel „micro-hybrid“ verziert, ist allerdings ein kleiner Etikettenschwindel. Ein alternativer Antrieb steht (noch) nicht zur Verfügung.

Der Neid der Kollegen ist vor allem in der Stadt verständlich, denn hier ist der smart in seinem Element. Keine Gasse ist zu eng, kein Parkplatz zu klein. Vermutlich würde auch niemand auf die Idee kommen, einen illegal geparkten smart abzuschleppen. Er schaut ja so unschuldig drein, der Kleine...

Kein Wunder, dass er in einigen Metropolen Europas zum Stadtbild zählt. Auch in Prag ist man in einem smart fortwo kein Einzelgänger. Nicht nur der Lauda Niki, auch die Tschechen haben ja nichts zu verschenken.

 

Plus

Small is beautiful, sparsamer Motor, ideales Stadtfahrzeug.

Minus

Die „Kunstpausen“ der Automatik sind gewöhnungsbedürftig.

 

Datenblatt

Motor: Reihen-Dreizylinder-Motor, 999 ccm, 52 kW (71 PS) bei 5800 U/Min, 92 Nm Drehmoment bei 2800 U/Min.

Verbrauch: 5,6/4,0/4,3 Liter Super (Stadt/Land/Mix) im MVEG-Zyklus.

OÖN-Testverbrauch: 4,6 Liter.

Umwelt: Euro-5, Start-Stopp

Antrieb: Heckantrieb, Softtouch-Automatik.

Fahrleistungen: 0 auf 100 km/h in 13,7 Sekunden, Spitze 145 km/h (abgeregelt).

Abmessungen: 2695/1559/1565 Millimeter (L/B/H), 220 bis 350 Liter Ladevolumen, 33 Liter Tankinhalt.

Gewichte: 780 Kilo Eigengewicht, 1020 Kilo Gesamtgewicht.

Gewährleistung: 4 Jahre bzw. 120.000 Kilometer (Wertpaket).

 

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