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Autofahrerin rettete Fuchswelpen: "Er kam gleich auf mich zugelaufen"

Von Judith Pointner, 16. Mai 2022, 16:14 Uhr
Hilfe für den kleinen Babyfuchs. Bild: icara.at

LEONSTEIN/STEINBACH AM ZIEHBERG. Auf der B140 bei Leonstein hat eine junge Oberösterreicherin ein verwaistes Fuchsbaby gefunden und in Sicherheit gebracht.

Großes Glück im Unglück hatte ein kleiner Fuchs am Wochenende: Das wenige Wochen alte Jungtier kauerte mutterseelenallein auf der Bundesstraße bei Leonstein (Bezirk Kirchdorf an der Krems) und wäre beinahe von einem Auto angefahren worden, als eine aufmerksame Pkw-Lenkerin anhielt und sich ein Herz fasste. "Ich dachte zuerst, es sei ein Katze. Der Autofahrer vor mir hat das Tier beinahe überfahren", sagt die Fuchs-Retterin im OÖN-Gespräch.

"Er war ganz durchnässt"

Die 29-Jährige stieg sofort auf die Bremse, schaltete die Warnblinkanlage ein, stieg aus und ging langsam auf das Tier zu. "Doch dann kam die Überraschung, es war ein kleiner Fuchs. Ich hab mich langsam genähert, ich wusste ja nicht, ob er vielleicht beißt. Aber er kam gleich auf mich zugelaufen, er muss schon sehr verzweifelt gewesen sein", erzählt die Tierfreundin aus Ramsau bei Molln. "Ich konnte ihn problemlos hochnehmen und in meine Jacke wickeln, er war ja ganz durchnässt".

Sie brachte das Jungtier zu einer Familienangehörigen in der Nähe. "Dort haben wir ihn in eine Wolldecke gepackt und in die Tierrettung informiert. "Ich hätte es nicht übers Herz gebracht, ihn einfach da sitzen zu lassen. Ich bin froh, dass ich ihn gefunden habe", sagt die junge Frau. Mitarbeiter der Tierrettung ICARA holten den kleinen Fuchs schließlich ab und brachten ihn zur Untersuchung zu einem Tierarzt. 

Nachdem mehrere Parasiten aus dem Fell des Jungtiers entfernt worden waren, zog er in sein neues Heim im Tierparadies Schabenreith in Steinbach am Ziehberg (Bezirk Kirchdorf an der Krems). Dort kann "Cino", wie der vierbeinige Neuzugang getauft wurde, gemeinsam mit Artgenossen aufwachsen. "Zum Glück ist alles im grünen Bereich: Er isst ganz brav und schläft in seiner Fuchshöhle", ließen die Mitarbeiter wissen.

Nach Capp kam Cino

Im Tierparadies Schabenreith hat man bereits Erfahrung mit der Aufzucht von Füchsen: So wurden im Vorjahr – wie berichtet – gleich drei Jungfüchse betreut. Zu Illy, Nespresso und Tschibo gesellte sich am Wochenende neben Cino noch ein zweiter Babyfuchs, der den Namen Capp erhielt. "Die Barista-Gang ist um zwei Kaffeefüchse gewachsen", scherzten die Mitarbeiter des Tierheims. 

Das drei Monate alte Weibchen Capp war nach einer Verletzung an den Hinterbeinen von Tierschutz Austria gepflegt worden, bevor es nach Steinbach am Ziehberg gebracht wurde. Capp sei noch etwas wackelig auf den Beinen, erhole sich aber gut, heißt es von den Tierpflegern. 

"Fuchswelpen sind in der Regel nie ohne ihre Mütter unterwegs", machen die Tierschützer aufmerksam. Wenn Fuchswelpen allein auf Straßen oder Plätzen zu sehen sind, sei dies ein eindeutiges Zeichen, dass sie Hilfe benötigen. 

Autorin
Judith Pointner
Redakteurin Online
Judith Pointner
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11  Kommentare
11  Kommentare
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Laubfrosch11 (2.755 Kommentare)
am 18.05.2022 12:39

Ich würde ein Fuchswelpen nicht anrühren, alleine wegen der Angst vor Tollwut.

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benzinverweigerer (14.653 Kommentare)
am 16.05.2022 16:19

Ich glaube ja, das ist ein Shiba Inu Welpe....

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bartgeier (1.068 Kommentare)
am 16.05.2022 16:43

Fuchswelpen sind nie ohne Mutter unterwegs...... So ein Schwachsinn gerade jetzt wo die Welpen den Bau verlassen haben begeben sie sich oft auf Entdeckungsreise und dabei haben sie noch keine Angst vor Menschen und können da sehr nahe kommen. Welpen in Ruhe lassen nicht berühren oder mitnehmen wäre richtig, hier scheint aus vermeintlich Gut gemeint, das Falsche gemacht worden sein

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Ramses55 (11.126 Kommentare)
am 16.05.2022 18:36

Lieber Bartgeier!
Recht viel Ahnung haben Sie ja nicht von der Materie aber schön dass Sie uns Ihre Ahnungslosigkeit hier mitteilen.

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bartgeier (1.068 Kommentare)
am 16.05.2022 18:59

Fuchswelpen laufen nicht mit Mama und Papa herum wie wir Menschen. Von Biologie keine Ahnung zu haben ist keine Schande aber jene zu bezichtigen die wissen wovon sie reden ist ein starkes Stück. Junge Wildtiere nie berühren und mitnehmen ist Goldstandard, es sei es ist offensichtlich Verletzt.

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Ramses55 (11.126 Kommentare)
am 16.05.2022 20:16

Sie wissen sicher nicht wovon Sie reden.

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bartgeier (1.068 Kommentare)
am 16.05.2022 20:45

Eh klar, ich belass es. Mit Universumbiologen zu diskutieren ist nicht mein Niveau.
Im übrigen ist das entnehmen eines jagdbaren Wildtieres ein Eingriff in fremdes Jagdrecht! Daher ist bei Auffinden eines Wildtieres ausnahmslos der Jagdausübungsberechtigte zu verständigen und nur der entscheidet was zu tun ist.
Da können Sie sich gerne erkundigen.

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Andrula (818 Kommentare)
am 16.05.2022 17:52

.. hmmmm , könnt sein , wir hatten einen Aktia , aber dessen Ohren waren in dem Alter anders ... die Shibas kenn ich nicht als Welpen .. egal auch , schön , dass der Kleine gefunden und gerettet wurde .. grinsen grinsen

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Pegasus14 (676 Kommentare)
am 16.05.2022 14:21

Ein KleinTier ohne Mutter hat in der rauen Natur nicht viel Chance zu Überleben .
Schön, daß Tier Freunde sich annehmen und auf Pappeln ,
Auch wenn ihm als Fuchs manches Tier Beute sein wird!

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Unterhose (2.066 Kommentare)
am 16.05.2022 12:45

Ich bevorzuge Maibock vom Grill. Füchse sind Raubtiere und nicht zum Verzehr geeignet.

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Gallham (86 Kommentare)
am 16.05.2022 12:24

Wirklich nett aber 1000.de sogenannte Weidmänner machen genau das Gegenteil sie töten die Mutter samt ihren nicht alleine überlebensfähigen Jungen mit allen technischen Hilfsmittel ( Wildkameras, Nachtsichtgeräten usw.) nur damit die zu zigtausenden ausgesetzten Fasane mehr Chancen haben um im Herbst dann gegen Bezahlung zugereiste Jagdfreunde( gegen Gebühr) zur Treibjagd einladen zu können..... ohne Worte das uralte Jagdgesetz ......

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