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Chronik

Zwei Wintersportler in Tirol von Lawine erfasst

Von nachrichten.at/apa   18. Oktober 2020 20:55 Uhr

NEUSTIFT IM STUBAITAL. Ein Lawinenabgang an der Nordseite des Zuckerhütl im Tiroler Stubaital hat am Sonntagnachmittag eine Suchaktion ausgelöst.

Zunächst war vermutet worden, dass eine Person verschüttet worden war. Wie sich später herausstellte, waren zwar zwei Wintersportler von der Lawine erfasst, aber nicht verschüttet worden, sagte ein Sprecher der Polizei.

Die Suchaktion konnte rund eineinhalb Stunden nach dem Lawinenabgang wieder eingestellt werden. Ein Skitourengeher dürfte die Lawine ausgelöst haben. Als sich das Schneebrett löste, waren mehrere Wintersportler im Nahbereich unterwegs, schilderte der Polizist. Im Einsatz waren drei Hubschrauber, die Bergrettung und Lawinensuchhunde.

Bereits am Freitag hatte das Land Tirol vor Lawinengefahr auf den Bergen gewarnt, es waren "tiefwinterliche Verhältnisse" erwartet worden. "Ein erster Wintereinbruch im Oktober ist nicht ungewöhnlich, jedoch wird die Lawinengefahr aufgrund der Neuschneemengen oft unterschätzt, was Lawinenunfälle zur Folge hat", hatte Rudi Mair vom Lawinenwarndienst erklärt.

Kaprun: Freerider stürzte in Gletscherspalte

Die Kapruner Bergretter sind am Sonntagnachmittag zu einem schwierigen Einsatz am Kitzsteinhorn gerufen worden: Ein einheimischer Freerider war abseits der Pisten im Bereich Schmiedingerkees auf etwa 2.700 Meter Seehöhe in eine Gletscherspalte gestürzt. Am Abend mussten die Retter die Suche nach dem Verschütteten wegen Dunkelheit und der gefährlichen Verhältnisse abbrechen. Der Einsatz werde am Montag fortgesetzt, hieß es bei der Bergrettung.

Erste Versuche, den Skisportler mit dem Seil zu erreichen, scheiterten. "Er ist sehr tief in die enge Spalte gestürzt, die Seillänge reichte nicht, um zu ihm vorzudringen", sagte Einsatzleiter Harald Etzer. Die Retter konnten bis in eine Tiefe von etwa 40 Metern vordringen. Die Stelle, wo die Einsatzkräfte den Mann vermuten, ist mit Schnee verschüttet. Sie müssen sich unter schwierigsten Bedingungen vorarbeiten und den Schnee in der engen Spalte wegschaufeln und nach oben transportieren.

"Obwohl alles Menschenmögliche getan wurde, konnte man bislang noch nicht zu dem Verschütteten in der Gletscherspalte vordringen", hieß es am Sonntagabend von der Bergrettung, die gemeinsam mit der Alpinpolizei und zwei Hubschraubern im Einsatz war.

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