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Chronik

Zahl der Corona-Neuinfizierten in Österreich wieder dreistellig

Von nachrichten.at/apa   03. Juli 2020 15:15 Uhr

PK: ?WIRTSCHAFT, KRITISCHE INFRASTRUKTUR, PROGNOSTIK UND MEDIZIN: KURZ / KOGLER /
Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP)

WIEN. Die Zahl der Neuinfizierten in Österreich ist am Freitag mit 109 wie schon am Mittwoch knapp dreistellig gewesen. Somit gibt es 787 aktiv Erkrankte in Österreich.

Die Regierung appellierte am Freitag erneut an Hausverstand und Eigenverantwortung der Menschen, die in Österreich leben. Den Neuinfizierten standen am Freitag 44 Neugenesene entgegen. 72 Personen sind in Krankenhausbehandlung. Die Gesamtzahl der jemals Infizierten überstieg mit 18.050 die nächste Tausender-Marke. Wie in den beiden Tagen davor stellte Oberösterreich das Gros der Neuinfizierten, 50 neue Fälle wurden diesmal von dort vermeldet.

"Kein Sommer wie damals"

"Auch wenn das Wetter schön ist und der Schulschluss ein Grund zur Freude ist" müsse man "trotzdem achtsam bleiben", sagte Kurz. Selbstverständlich gehe es, "so normal wie möglich zu leben. Konsumieren, essen, einkaufen gehen ist wichtig für den Wirtschaftsstandort", sagte der Bundeskanzler. Doch dabei müsse weiterhin auf "die notwendigen Regeln" geachtet werden. "Ein Sommer wie damals ist es nicht, das Virus war damals noch nicht da", bekundete Vizekanzler Werner Kogler (Grüne). Dennoch sollen die Menschen "den Sommer auch genießen können". Der Vizekanzler wiederholte die bereits viel zitierte Aussage: "Das Virus ist nicht auf Urlaub". Deshalb gehe es darum, Urlaub und Sport mit Hausverstand zu genießen. Freiheit ja, aber mit Verantwortung, meinte Kogler. Je mehr das funktioniere, desto weniger Regeln brauche es.

Die Regierung hatte im Vorfeld der Pressekonferenz Gespräche mit zahlreichen Vertretern der Wirtschaft, der kritischen Infrastruktur, der Virologen, Gesundheitsexperten, Medizinern und weiteren Experten geführt. In den vergangenen Monaten habe es "eine äußerst positive Zusammenarbeit, die von sehr viel Expertise geprägt war" gegeben, konstatierte Kurz. Gemeinsam sei es gelungen, "die Gesundheitskrise bestmöglich zu bewältigen und Schlimmstes zu verhindern". "Auch wir haben Fehler gemacht", fügte Vizekanzler Kogler hinzu. Dafür, dass die Krisenbewältigung "so gut funktioniert hat", war der Grund jedenfalls "nicht unsere gesetzlichen Reglungen", sagte der Bundeskanzler. Vielmehr sei der Staat gut aufgestellt.

Kurz geht davon aus, dass es keine zweite Welle geben wird, sondern, dass uns das Coronavirus weiter beschäftigen wird, "bis es ein Medikament oder einen Impfstoff" gibt. Die derzeitige Situation sei vielmehr mit einer Ziehharmoniker zu vergleichen, die ständig in Bewegung ist. Deshalb werde es immer "Schritte nach vorne und Schritte nach hinten" geben. "Wir wollen um alles in der Welt einen zweiten Lockdown verhindern", betonte der Bundeskanzler. Deshalb sei das regionale Containment besonders wichtig, damit aus Glutnestern kein Flächenbrand entsteht.

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