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Chronik

Wirt verlangt für Schnitzel 149 Euro

Von Norbert König-Felleitner  03. Oktober 2022 11:22 Uhr

Schnitzel
(Symbolbild)

LANDL. Immer mehr Gastronomen wissen nicht mehr, wie sie die hohen Energiekosten stemmen sollen. Ein Wirt aus der Steiermark protestiert gegen die gestiegenen Preise mit einem "Menü für Energieversorger" zum Sonderpreis.

"Es ist mir ein Anliegen, meinen Betrieb auch durch schwere Zeiten zu führen", schreibt Ulrich Matlschweiger vom "Hoamat" in Landl auf Facebook. "Die derzeitigen Kosten, die ich als Gastronom für die Aufrechterhaltung meines Betriebs aufzubringen habe, lassen mich jedoch an meine Grenzen stoßen. Der Strompreis ist 10x höher als im letzten Jahr. Der Preis für 10l Rapsöl ist 3x höher als im letzten Jahr. Der Preis für 5kg Butter hat sich mehr als verdoppelt", so Matlschweiger. 

Analog zu seiner Strompreiserhöhung bietet er nun ein "Hoamat-Menü für Energieversorger" an. Dieses Menü gibt es aber, wie beschrieben, nur für Energieversorger. Für eine Rindssuppe mit Frittaten verlangt der Wirt 43 Euro, einen gemischten Salat gibt es um 54 Euro. Das Schnitzerl nach Wiener Art kostet 149 Euro.

"Diese Preissteigerungen im Vorhinein abzusehen und nun angesichts der derzeitigen Lage zu erwirtschaften, gleicht jedoch einem Kunststück", beendet Matlschweiger sei Wut-Posting auf Facebook. 

 

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Norbert König-Felleitner

stellvertretender Ressortleiter Online-Redaktion

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