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Wiener Schutzgelderpresser: Vier Jahre Haft für 17-Jährigen, fünf Jahre für 19-Jährigen

Von nachrichten.at/apa, 21. Juni 2024, 11:19 Uhr
Justizia Gericht
(Symbolbild)

WIEN. Am Wiener Landesgericht ist am Freitag der Prozess gegen eine Jugendbande zu Ende gegangen, die im September 2023 im Zusammenhang mit Schutzgeld-Erpressungen drei Brandanschläge auf ein Handy-Geschäft in Meidling und zahlreiche weitere Straftaten verübt haben soll.

Die Hauptangeklagten im Alter von 17 und 19 Jahren wurden zu unbedingten Freiheitsstrafen von vier bzw. fünf Jahren verurteilt.

Seit Mitte Mai hatten sich insgesamt zehn Burschen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren vor einem Schöffensenat verantworten müssen. Sechs von ihnen befanden sich bis zuletzt in U-Haft, einer blieb der Verhandlung fern. Vorgeworfen wurde der Bande Brandstiftung, schwere Erpressung, versuchte absichtlich schwere Körperverletzung, mehrfache schwere Körperverletzung, schwere Sachbeschädigung, kriminelle Vereinigung und verbrecherisches Komplott. Auch schwerer Raub, räuberischer Diebstahl und schwerer Diebstahl waren inkriminiert, wobei beim Raub Macheten und Messer als Tatwaffen verwendet wurden.

Sprengsatz im Kinderzimmer gebaut

Der 17-Jährige hatte in Tschechien verbotene Kugelbomben gekauft. Mit einem Komplizen soll er damit in seinem Kinderzimmer und später in den Räumlichkeiten einer Moschee hantiert und zu Hause einen 2,3 Kilogramm schweren Sprengsatz gebaut haben. In der Moschee wurde laut Anklage auch ein Drohbrief gegen den Handyshop-Betreiber verfasst, wobei dem Schreiben eine Patrone beigelegt war, die zu einem AK-47-Sturmgewehr passte.

Seit 8. September 2023 hatten die Angeklagten den Handyshop-Besitzer in der Steinbauergasse terrorisiert, indem sie zunächst die Fassade des Geschäfts mit drei Böllern sprengten. Ein Schaden von weit mehr als 5.000 Euro war die Folge, die Fenster in angrenzenden Gebäuden gingen kaputt. Weil der Geschäftsinhaber, der der Bande 25.000 Euro bezahlen sollte, auf deren Forderung nicht einging, wurde am 19. September 2023 ein Molotowcocktail in das Geschäft geschmissen. Die von einer Überwachungskamera aufgezeichneten Szenen zeigten, wie ein maskierter Jugendlicher die Brandflasche durch die geöffnete Eingangstür ins Innere des Geschäfts schmeißt, in dem sich der Geschäftsinhaber und seine Frau aufhalten. Als die Flasche am Boden barst und eine Stichflamme in die Höhe schoss, lief die Frau panisch aus dem Geschäft, während ihr Mann mit einem Feuerlöscher die Flammen eindämmte.

Zwischenzeitlich hatten vier Angeklagte einen Raubüberfall auf das Handy-Geschäft verübt, wobei drei maskiert auftraten. Das Geschäft wurde demoliert und regelrecht kurz und klein geschlagen, was ebenfalls von der Überwachungskamera festgehalten wurde.

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