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Chronik

Wien: Mehr als 40.000 bei Corona-Demo

Von nachrichten.at/apa   04. Dezember 2021 13:37 Uhr

ZAHLREICHE DEMONSTRATIONEN GEGEN CORONAMASSNAHMEN  IN WIEN

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Bild 1/11 Bildergalerie: Wien: Corona-Demo mit regem Zulauf

WIEN. Regen Zulauf gab es Samstag Mittag zu diversen Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Wien.

Insgesamt marschierten rund 42.000 Maßnahmengegner auf der Ringstraße zur Abschlusskundgebung am Ballhausplatz, teilte die Polizei am Abend mit. Zwei Beamte wurden verletzt, nachdem sie von Demo-Teilnehmern mit pyrotechnischen Gegenständen beworfen worden waren, es gab vorläufig fünf Festnahmen. Die Beamten setzten Pfefferspray ein. Auf einer Gegendemo waren rund 1.500 Teilnehmer.

Twitter-Video: Es kam zu Auseinandersetzungen mit der Polizei

Diese sammelten sich zunächst am Stephansplatz und marschierten in weiterer Folge zu ihrer Abschlusskundgebung am Karmelitermarkt. Vorfälle gab es auf dieser Versammlung laut Polizei, die insgesamt mit rund 1.200 Kräften im Einsatz stand, keine.

Wegen der zahlreichen Marschkundgebungen gab es zahlreiche Verkehrsbehinderungen. Gegen 17.30 Uhr begann sich der große Demozug aufzulösen, anschließend zogen noch größere Gruppen zum Ballhausplatz und Heldenplatz, wo zu lauter Musik gefeiert wurde.

Rechtsextreme standen linken Gegendemonstranten gegenüber

Bereits am früheren Nachmittag sperrte die Polizei Schwedenbrücke und Marienbrücke, weil sich dort rechte und linke Gruppierungen gegenüberstanden - kurzfristig wurden auch Absperrungen durchbrochen. Eine größere Abordnung der Identitären mit Transparenten wie "Uns kriegt ihr nie" und "Wir sind das Volk" wurde schließlich in Richtung Landstraße umgeleitet und kehrte dann zum Hauptdemozug zurück. Auf der linken Gegendemo lautete das Motto: "Mund-Nasen-Schutz aufsetzen. Gegen Nazis, Staat und Kapital".

Der Haupt-Demozug wurde um 15.15 Uhr beim Gartenbaukino gestoppt, was kurzfristig zu Unmutsbekundungen und aufgeheizter Stimmung führte. Zu diesem Zeitpunkt reichte der Zug vom Gartenbaukino bis knapp vor den Heldenplatz. Nach einer Viertelstunde ging es dann weiter. Die lauteste Kritik der Maßnahmengegner richtete sich gegen die geplante Impfpflicht - Transparente verkündeten etwa "Impfungen sind Völkermord" oder "Ungeimpft = natürlich gesund". Immer wieder trennten sich kleinere und größere Abordnungen vom Demozug, andere vereinigten sich wieder mit diesem - was die Lage entsprechend unübersichtlich machte.

Rechte marschierten neben Trommelgruppen

Häufig gesehene Utensilien waren "Nein zum Impfzwang"-Transparente. Ein großer Teil der Teilnehmer trug Österreich-Fahnen, zu sehen waren aber auch steirische sowie ausländische Flaggen - vereinzelt auch Symbole der QAnon-Verschwörungstheoretiker. Viele Personen dürften aus den Bundesländern angereist sein, dementsprechend häufig waren diverse Dialekte zu hören. Rechte Abordnungen gehörten genauso zum Bild wie Trommelgruppen.

Unter den Teilnehmern befanden sich aber auch viele Familien mit Kindern - dementsprechend auch zahlreiche Transparente wie "Für die Liebe, für die Kinder und alle Menschen" oder aus dem religiösen Lager "Jesus schützt die Kinder, nicht Impfungen". Auch Aufschriften wie "Wir sind keine Leibeigenen und keine Untertanen" oder "Wir denken selbst" bzw. diverse Abwandlungen davon wurden vor sich hergetragen. Nicht ganz auf der Höhe der Zeit waren dagegen jene mit traditionellen "Kurz muss weg"-Plakaten - einer behalf sich kurzerhand mit dem Durchstreichen des "muss" und einem darübergeschmierten "ist".

Die Polizei hatte im Vorfeld dazu aufgerufen, Großversammlungen wegen der derzeitigen Corona-Lage und Ansteckungsgefahr zu vermeiden. Am Heldenplatz wurde auch wiederholt durchgesagt, dass bei der Demo eine FFP2-Maskenpflicht gilt - die überwiegende Mehrheit hielt sich aber nicht daran. Dementsprechend wurde laut Polizei auch häufig eine Verletzung der Maskenpflicht angezeigt.

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