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Chronik

32,4 Grad: Donnerstag war bisher wärmster Tag des Jahres

Von nachrichten.at/apa   12. Mai 2022 18:14 Uhr

Der Sommer ist auch in Linz angekommen, wiewohl die Temperaturen in der Landeshauptstadt die 30-Grad-Marke nicht knackten. 

WIEN. Der heutige Donnerstag ist der bisher wärmste Tag des Jahres 2022 in Österreich gewesen. Nach einer schwachen Kaltfront am Freitag steht ein sommerliches Wochenende bevor.

Im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf wurden nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) 32,4 Grad gemessen, was gleichzeitig den zweithöchsten je in einem Mai gemessenen Wert an dieser seit 1955 bestehenden Wetterstation darstellte. Wärmer war es nur im Mai 2008 mit 33,0 Grad.

Der zweitwärmste Ort in Österreich war am Donnerstag das steirische Hartberg mit 31,6 Grad. Hier besteht die Messstation seit 1994 und es gab bisher viermal noch höhere Werte. Insgesamt erreichte das Thermometer an 26 Wetterstationen 30 Grad oder mehr. Ganz unter 30 Grad blieben die Messwerte nur in drei Bundesländern, nämlich in Oberösterreich, Vorarlberg und Salzburg.

Der höchstgelegene Ort mit mehr als 30 Grad - 30,5 exakt - war Dellach im Drautal auf 628 Metern Seehöhe. Am kühlsten war es auf dem Brunnenkogel in Tirol auf 3.437 Metern Seehöhe mit 5,8 Grad.

Es bleibt sommerlich

Laut Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) überwiegt ab Samstag der Sonnenschein, die Höchsttemperaturen liegen in den kommenden Tagen um die 26 bis 30 Grad. Die Prognose für Österreich im Detail:

Am Freitag lockern am Nachmittag die Wolken von Norden her wieder mehr und mehr auf, im Süden sind dann aber Regenschauer und Gewitter zu erwarten. Der Wind weht im Norden mäßig aus West, sonst bleibt es eher schwach windig. Die Frühtemperaturen lieben bei zehn bis 17 Grad, die Tageshöchstwerte sind mit 21 bis 26 Grad erreicht.

In der Südhälfte zeigen sich am sonst sonnigen Samstag ausgedehnte Wolkenfelder, hier gehen auch lokale Schauer nieder, selbst Gewitter können nicht ganz ausgeschlossen werden. Der Wind weht weiter meist nur schwach, nur im Nordosten mäßig aus Nordwest. Gefrühstückt wird acht bis 15 Grad, am Tage steigen die Temperaturen aus 22 bis 27 Grad.

Der Sonntag bringt unter Hochdruckeinfluss verbreitet sonniges Wetter. Etwas mehr Quellwolken zeigen sich entlang sowie südlich des Alpenhauptkammes. Hier kommt es am Nachmittag auch vereinzelt zu isolierten Wärmegewittern. Es ist schwach windig, das Thermometer zeigt sieben bis 15 Grad in der Früh, am Tag laden Höchstwerte von 22 bis 28 Grad zum Frischluftrelaxen ein.

Video: So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Labile Verhältnisse am Dienstag

Auch zu Beginn der Arbeitswoche überwiegt sonniges Wetter, jedoch mit nachmittäglichen Quellwolken samt nachfolgenden Schauern und Gewittern vor allem im Westen und Süden. Sowohl am Montag als auch am Dienstag sind bis zu 30 Grad möglich. Tiefer Druck in hohen Schichten sorgt aber am Dienstag in ganz Österreich für labile Verhältnisse, verbreitet steigt ab den Vormittagsstunden die Gewitter- und Schauerneigung an. Zwischenzeitlich zeigt sich die Sonne über längere Phasen. Vor allem im Norden und Westen frischt der Wind aus West bis Nord lebhaft auf, prognostiziert die ZAMG.

Erste Hitzetage in Österreich

Am gestrigen Mittwoch ist die 30-Grad-Marke erstmals in diesem Jahr erreicht worden - in Wien und in Innsbruck. Diese Marke wird in Österreich immer früher erreicht. Mittlerweile wird der erste 30er um durchschnittlich eineinhalb Wochen früher gemessen als noch vor einigen Jahrzehnten, wie eine Auswertung der ZAMG zeigte.

Der Termin Mitte Mai entspricht zwar dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, vor rund 40 Jahren wäre das aber noch ein früher Termin gewesen. "Im Zeitraum 1961 bis 1990 wurde die 30-Grad-Marke im Durchschnitt am 30. Mai erreicht, mit einer typischen Schwankungsbreite von ungefähr Mitte Mai bis Mitte Juni", sagte ZAMG-Meteorologe Alexander Orlik.

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