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Chronik

Warum die Zahl der Covid-Patienten in Wien so stark gestiegen ist

Von nachrichten.at/apa   03. August 2022 13:29 Uhr

Corona-Patient im Spital

WIEN. Nach zweieinhalb Jahren Pandemie gibt es eine Änderung bei den Corona-Zahlen. Wien meldet seit Mittwoch auch infizierte Spitalspatienten, die nicht hauptsächlich wegen Covid-19 behandelt werden. Auch in Oberösterreich werden die Zahlen gesammelt erfasst.

Ab sofort werden auch Corona-Infizierte auf "Nicht-Covid-Stationen" hinzugerechnet. Das bedeutet einen Anstieg um rund 90 Betroffene in der Spitalspflege. Dieser Anstieg wird sich ab Donnerstag in den Spitalszahlen für Gesamtösterreich niederschlagen. In ihrer eigenen täglichen Datenmeldung unterscheidet die Stadt Wien aber zwischen Patienten mit Hauptdiagnose Covid und solchen, bei denen Covid nur eine Nebendiagnose darstellt. 

Wien folgt nun etwa der Zählweise von Oberösterreich. Hierzulande werden weiterhin alle Covid-Fälle von Spitalspatienten gesammelt gemeldet, hieß es vom Krisenstab des Landes. In den vergangenen elf Tagen sei aber bei rund der Hälfte der Patientinnen und Patienten eine Corona-Symptomatik "primärer Grund der stationären Behandlung". Das Verhältnis "gilt gleichermaßen für Normal- und Intensivstation".

Salzburg erfasst nur Patienten mit Hauptdiagnose

Wie bisher in Wien werden in Salzburg nur Patienten mit der Hauptdiagnose Covid-19 erfasst. Mit Stand Mittwoch waren das im Bundesland laut der täglichen Meldung des Landes 78 Personen, zwei davon mussten auf einer Intensivstation behandelt werden. Würde man Corona als Nebendiagnose dazuzählen, wären es in Salzburg Mittwochfrüh 117 Patienten gewesen. Wie in Wien nun auch Patienten "mit Corona" zu den "wegen Corona" Behandelten hinzuzuzählen und gemeinsam zu melden, ist in Salzburg nicht geplant.

In weiteren Bundesländern wurden Infizierte in Spitälern bisher zusammengefasst gemeldet. Wien folgt nun etwa der Zählweise von Niederösterreich, bestätigte die dortige Landesgesundheitsagentur.

Auch im Burgenland werden alle an Covid-19 erkrankte Personen in der täglichen Spitalsstatistik erfasst, unabhängig davon ob sie "wegen" oder "mit Corona" im Krankenhaus sind. 

In Kärnten "wurden und werden alle Corona-Patienten gemeldet, auch die mit Nebendiagnosen", hieß es vom Landespressedienst auf APA-Anfrage. 

In Tirol hieß es seitens des Landes, dass entsprechend den Vorgaben des Bundes alle hospitalisierten Personen mit positivem Testergebnis in der Statistik geführt und eingemeldet werden. Dies deshalb, da "diese Personen entsprechend isoliert behandelt werden müssen und die Zahlen somit den Mehraufwand in den Krankenanstalten widerspiegeln".

In Vorarlbergs Krankenhäusern wurden seit Pandemie-Beginn alle Corona-Infizierten als solche gemeldet, auch wenn die Ansteckung mit dem Virus "nur" die Nebendiagnose war. Seit diesem Frühjahr erfolgt bei der Veröffentlichung der Zahlen eine ausdrückliche Unterscheidung in Haupt- und Nebendiagnose. So werden aktuell rund 80 Prozent der Covid 19-Patienten wegen einer anderen Erkrankung in den Krankenhäusern behandelt, die Corona-Infektion ist die Nebendiagnose.

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