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Video-Sprechstunde beim Arzt kommt 2026 flächendeckend

Von nachrichten.at/apa, 10. Juli 2024, 13:58 Uhr
Ärztin Arzt Spital Krankenhaus
Das Gesundheitssystem soll digitaler werden. (Symbolfoto) Bild: colourbox.de

WIEN. Bund, Länder und Sozialversicherung haben ihre Schwerpunkte für die Digitalisierung des Gesundheitswesens am Mittwoch präsentiert.

Ab 2026 sollen Arzttermine über die Hotline 1450 flächendeckend gebucht werden können, auch Videokonsultationen will man dann breit verfügbar machen. Finanziert wird all das mit jährlich 51 Millionen Euro aus der jüngsten Gesundheitsreform. Ebenfalls am Fahrplan: Die Einbindung sämtlicher Befunde und Bilder in die Gesundheitsakte ELGA samt eigener App.

"Digital vor ambulant vor stationär"

Die Prioritäten für den Ausbau wurden in der "e-Health-Strategie Österreich" erstmals von allen drei Playern gemeinsam erarbeitet und bis 2030 festgelegt. Gearbeitet werde gemeinsam und grenzüberschreitend nach dem Leitsatz "digital vor ambulant vor stationär", führte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) in einer Pressekonferenz in Wien aus: "Das sind Weichenstellungen, um die uns andere Länder in Europa durchaus beneiden."

Zentrale Infrastruktur für all das wird die bereits bestehende ELGA, die in den kommenden Jahren massiv ausgebaut werden soll. Medikamente, Vorerkrankungen und Laborbefunde sollen übersichtlich und möglichst vollständig abrufbar sein. Auch die Rettung und die Mitarbeiter von 1450 - das Service wird deutlich ausgebaut - können künftig für die Patienten in die Daten Einblick nehmen. Die Möglichkeit zum Opt-out bleibt dabei bestehen.

Gesundheits-Apps für Patienten

Menschen mit chronischen Erkrankungen sollen ab kommendem Jahr Gesundheits-Apps verschrieben bekommen können, die etwa Diabetes-Patienten bei der Ernährung helfen. Ähnliches soll beispielsweise auch bei Migräne oder bei der Nikotin-Entwöhnung kommen.

Wichtig laut Rauch: "Es muss den Patientinnen und Patienten nützen", und Datensicherheit habe oberste Priorität. Wie bisher würden bereits vorhandene Datenbestände nur verknüpft und zugänglich gemacht. Keineswegs werde aber irgendwo ein zentraler "Datensilo" geschaffen, versuchte er Befürchtungen auszuräumen.

Gesundheitsportal in Arbeit

Auch die oberösterreichische Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) betonte, dass die Technologie den Menschen dienen müsse und nicht umgekehrt. In Oberösterreich arbeite man bereits an einem großen Gesundheitsportal unter Einbindung aller Krankenhäuser im Land. Es gebe bereits auch ein Pilotprojekt, wo das Einchecken bei 1450 dazu führe, dass man im Krankenhaus die Wartezeit verkürzen könne.

Andreas Huss, aktuell Obmann der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), würde mit der ELGA-App am liebsten schon per 1. Jänner 2025 starten – was bei den anderen beiden ob des großen Abstimmungsbedarfs für herzliches Gelächter sorgte. Er nannte als Vision, dass Patienten nicht mehr ein Sackerl voller Befunde und Röntgenbilder von Arzt zu Arzt tragen und ihre Krankengeschichte neu erzählen müssten. Zudem unterstrich er, dass ab 2025 die Kassenärzte, ab 2026 auch die Wahlärzte zur Diagnosecodierung verpflichtet werden. Letztere werden auch ans E-Card-System angebunden. Auch für die Wissenschaft sei dies wichtig, um aus den Gesundheitsdaten Erkenntnisse ziehen zu können.

Ausbau der psychosozialen Versorgung

Auch über einen Beschluss abseits des digitalen freute sich Huss: Der Verwaltungsrat der ÖGK hat am Dienstag ein Maßnahmenpaket zum Ausbau der psychosozialen Versorgung für die Versicherten beschlossen. Damit soll es nicht nur kassenfinanzierte Psychologen, sondern künftig auch multiprofessionelle psychosoziale Versorgungszentren in ganz Österreich geben. Fix ist letzteres aber noch nicht, denn zunächst muss dies Aufnahme in die Regionalen Strukturpläne der Länder finden.

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27  Kommentare
27  Kommentare
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Tebasa1781 (417 Kommentare)
am 11.07.2024 18:54

Super, garantiert keine nervigen Pensionisten mehr vor mir!

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Chef615 (10 Kommentare)
am 11.07.2024 07:19

Grundsätzlich ein Ansatz, der den Patienten helfen kann. Ich denke nur an ländliche gegenden, wo man nicht in 10min in einem KH ist (wo man eh meist nicht hin sollte mit Wehwehchen).
Bei so einem Videocall wird dann eh entschieden ob persönliche Vorstellung oder gleich ein KH notwendig ist.

Ich sage es immer wieder: Solange nicht aus einer Hand finanziert (und angeschafft) wird wird das zersplitterte Gesundheitssystem sukzessive und für Patienten rapidest schlechter.
Jeder Landeshäuptling redet mit und blockiert notwendige Reformen. Auch die Ärztekammer (hat nur Ärzteinteressen im Fokus wie der Name eben sagt und nicht die Patienten wie viele glauben) sichert ihre Pfründe ab.

"Follow the Money" gilt auch im Gesundheitswesen und dann sieht man wo viel auf der Strecke bleibt und ohne Nutzen für Patienten versickert.
Das anzugehen traut sich kaum jemand bzw. wenn doch eine Reform, die den Namen verdient, angedacht ist kommt auf Grund der vielen Player nur ein Minimurks raus.

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Gugelbua (32.264 Kommentare)
am 11.07.2024 10:58

die Bezeichnung „Hausarzt“ sollte auch abgestellt werden welcher Arzt* kommt noch ins Haus ?
die Einsparungen im Gesundheitswesen der letzten Jahre machen sich eben fatal bemerkbar

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 11.07.2024 07:11

Zu den stakeholdern im Gesindheitssystem kommt noch die bläuliche vommunity derer, die sowieso gegen alles sind,
auch wenn sie argumentlos herumstehen!

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susisorgenvoll (16.886 Kommentare)
am 10.07.2024 18:59

Ich geben NIEMALS meine Zustimmung zu ELGA!

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 11.07.2024 07:04

Warum dies??

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Chef615 (10 Kommentare)
am 11.07.2024 07:27

Wovor hast du Angst?
ELGA spart Doppeluntersuchungen (z.b. Röntgen -Strahle Belastung, MR - Wartezeit bis zur Behandlung, Verlaufs Kontrolle etc.)

Bisher war alles (wenn man akribisch dahinter war) beim Hausarzt. Wenn der in Pension geht oder ablebt ist alles futsch (so erlebt).
ELGA ist sehr sicher und auch wenn jemand meine Gesundheitsdaten hackt kann man strafrechtlich vorgehen.

Vielleicht sehe ich vor lauter Nutzen die "Gefahr" nicht - wie beim Autofahren: Da passieren auch ständig tödliche Unfälle liest man in der Zeitung aber ich bin Jahrzehnte lang ohne unterwegs 🤷‍♂️

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susisorgenvoll (16.886 Kommentare)
am 11.07.2024 13:11

Meine Befunde sind in meinem Gedächtnis gespeichert und JEDER "gewöhnliche" Arzt ist mit meiner Patientenkarriere ohnehin überfordert! Mein Ansprechpartner ist ein Top-Professor in einer Klinik und alles andere organisiere ich selbst! KEIN Arzt hat so viel Zeit und Interesse, sich mit meiner Gesundheit zu beschäftigen wie ich selbst!

Übrigens hat sogar "MAMA ELGA" = Dr. Andrea Kdolsky das Opt-out gewählt, weil zuviel Schindluder mit Gesundheitsdaten getrieben wird!

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susisorgenvoll (16.886 Kommentare)
am 11.07.2024 13:14

@chef615: Meine Patientenkarriere ist in weit über 30!! Ordnern abgelegt! So ein Unikat wie mich sieht man normalerweise nur im Anatomischen Museum, dann allerdings nicht mehr im status vivendi, sondern in Formalin! ;-) Und mich können die Äsculaps sogar noch fragen! ;-)

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MaxXI (1.090 Kommentare)
am 11.07.2024 16:58

sind sie etwa die schöne Belakowitsch?

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delano (162 Kommentare)
am 11.07.2024 17:08

Puuh, ihr Arzt möchte ich nicht sein. 30 Krankenordner sind schon etwas übertrieben. Dafür scheint es Ihnen eh gut zu gehen, nachdem Sie häufig im,Forum zu allen Themen posten. Aber kennt sich der "Top Professor" wirklich überall aus. Ich nehme an, wenn sie beispielsweise eine Narkose brauchen, sind Sie sicherlich beim Anästhesisten besser aufgehoben...

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Tebasa1781 (417 Kommentare)
am 11.07.2024 18:55

es gibt keine ordner mehr. wir haben 2024.

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Tebasa1781 (417 Kommentare)
am 11.07.2024 18:55

dein problem

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Gugelbua (32.264 Kommentare)
am 10.07.2024 16:58

ich suche schon das persönliche Gespräch, geht unser Gesundheitssystem den Bach runter ?
ein Avatar als Arzt😵‍💫
googlen mit der KI kann ich ohne Ärzte auch
übrigens hab mich beim Facharzt angemeldet
frühester Termin ende November, da hilft auch keine Video Sprechstunde😜

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Ybbstaler (1.072 Kommentare)
am 10.07.2024 16:47

Das wird speziell für die ältere Generation sicher eine super Sache... Schauen wir mal, ob es nur wieder ums Einsparen und Abwimmeln geht, oder sich auch Vorteile für Patienten ergeben. Interessant auch wer die Verantwortung trägt, wenn da etwas schief geht. Wie soll der Digital-Arzt denn beraten, wenn er nicht untersuchen kann durch den Bildschirm?

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 10.07.2024 16:57

Sind Sie Arzt?
Dann wird der Dr. halt dem Patienten einen Termin geben ....

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 10.07.2024 16:47

Grundsätzlich ein lösungsorietiertes Konzept!!

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 10.07.2024 16:28

Und was ist mit den Ärzten, die sich gegemn Elga wehren??

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susisorgenvoll (16.886 Kommentare)
am 10.07.2024 19:00

Recht haben diese Ärzte!

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 11.07.2024 07:06

Warum haben diese Dr. recht?

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Chef615 (10 Kommentare)
am 11.07.2024 07:37

Ja warum?
Glaub eher die haben keine Ahnung und nur die Ressentiments die die Ärztekammer bei der Einführung getrommelt hat im Gedächtnis.
Wirklich schlüssig können sie es nicht erklären.
Beim SUV gibt's auch kein OptOut für Airbags und Co - warum nicht🤷‍♂️
Schließlich will man selbst Entscheiden wann der auslösen darf oder nicht 🤦‍♂️

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Chef615 (10 Kommentare)
am 11.07.2024 07:33

Die können dann nicht mehr mit der ÖGK abrechnen. Beim eigenen Geld hört der Widerstand gegen ELGA und der "Schutz der Patienten" rasch auf.
Außerdem ist mit der Arztsoftware meist automatisch eine ELGA Anbindung gegeben. Da muß man nicht immer aktiv was Eintragen.
Außerdem wird ELGA, eRezept, und eImpfpass vermixt obwohl ganz das andere Dinge sind

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kirchham (2.366 Kommentare)
am 10.07.2024 16:25

Ja nicht mehr zum Arzt gehen Eigenverantwortung Eigentherapie, dann ist aber an der Zeit die SV zu halbieren. Unser Gesundheitssystem geht den Bach runter.

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vinzenz2015 (47.505 Kommentare)
am 10.07.2024 16:55

Die Mehrheit der Ärzte sind an einer Verbesserung des Gesundheitssystems interessiert und praktizieren selbst Verbesserungen: Ordinationsgemeinschaften z.B.!

Ärztekammer vertritt längst nicht nehr die Interessen der Patienten! Die Krankenhauserhalter kämpfen mit der Wirtschaftssituation. Die Pharma sieht nur die Umsätze. Und die Kassen bremsen wos geht!
Dieses " System" ist nicht zu managen!

Dennoch ein lösungsorietierter Ansatz im Interesse der Patienten!!

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danadella (808 Kommentare)
am 11.07.2024 13:12

Es warten schon jede Menge Wunderheiler, denen es ja niemals nicht ums Geld geht. Da ist die SV Ersparnis sicher gut angelegt.
Achtung, Ironie!

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watchmylips (1.048 Kommentare)
am 10.07.2024 15:56

Wollen mit solchen Gschichtln von der rasant schlechter werdenden ärztlichen Versorgung ablenken, der sie völlig hilflos gegenüber stehen.

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Penetrant (75 Kommentare)
am 10.07.2024 15:46

Bin gespant auf was für Endgeräte :D

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