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Chronik

Verordnung geändert: Skifahren im Lockdown erlaubt

Von nachrichten.at/apa   21. November 2021 19:41 Uhr

In Gondeln und geschlossenen Bereichen gilt FFP2-Maskenpflicht. 

WIEN. Seilbahnen dürfen auch während des Lockdowns von geimpften oder genesenen Personen benutzt werden.

Das Skivergnügen steht den Österreichern auch im Lockdown offen. Möglich macht das eine Änderung des Verordnungsentwurfs, der die Rahmenbedingungen des öffentlichen Lebens in den kommenden drei Wochen regelt. Bisher war vorgesehen, dass Seilbahnen nur genutzt werden dürfen, wenn man sie zur Deckung beruflicher Bedürfnisse oder zu beruflichen Zwecken benötigt. Nunmehr stehen sie auch allen anderen offen, sollten sie geimpft oder genesen sein. 

Bis zur finalen Version der Verordnung wäre Skifreunden nur die Option des Tourenski-Gehens geblieben, denn Aufenthalt im Freien "zur körperlichen und psychischen Erholung" ist auch in diesem Lockdown erlaubt. Das heißt, z.B. Joggen oder Spazierengehen ist ebenfalls möglich.

Auch andere Sportstätten im Freien können betreten werden, wobei man den jeweiligen Sport nur gemeinsam mit Angehörigen oder "wichtigen Bezugspersonen" ausüben darf und es zu keinem Körperkontakt kommen darf. Dies legt nahe, dass Eislaufplätze ebenfalls offen halten könnten. Ähnliches sollte für Tennis- oder Golfplätze gelten, auch wenn die um diese Jahreszeit wohl seltener frequentiert werden. Geschlossene Räumlichkeiten dürfen nur betreten werden, sofern dies zur Ausübung des Sports im Freien erforderlich. Im Klartext: umziehen kann man sich wohl auch in der Garderobe.

Autokinos erlaubt

Schließlich dürfte auch der Besuch eines Autokinos zulässig sein. Denn in der Verordnung, die heute vom Hauptausschuss beschlossen wurde, heißt es, Veranstaltungen können besucht werden, wenn das Befahren von Theatern, Konzertsälen und -arenen, Kinos, Varietees und Kabaretts mit mehrspurigen Kraftfahrzeugen erfolgt.

Auch Spitzensportveranstaltungen sind möglich, freilich ohne Publikum. Ähnliches gilt für Zusammenkünfte "zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken, zur Erfüllung von erforderlichen Integrationsmaßnahmen und zu beruflichen Abschlussprüfungen", sofern das digital nicht möglich ist. Das heißt beispielsweise, die Integrationskurse für Flüchtlinge können vonstatten gehen.

Auch SPÖ stimmt für Lockdown

Der Hauptausschuss des Nationalrates hat am Sonntagabend wie erwartet den Lockdown durchgewinkt. Dafür gestimmt hat neben den beiden Koalitionsparteien ÖVP und Grüne auch die SPÖ. Damit gelten ab Mitternacht wieder für alle Bürger Ausgangsbeschränkungen. Die Regierung hat den Lockdown für 20 Tage bis 12. Dezember angekündigt, da die Ausgangsbeschränkungen aber nur jeweils für 10 Tage beschlossen werden können, müssen sie danach verlängert werden.

Den eigenen Wohnbereich verlassen darf man nur aus den schon von den früheren Pandemie-Phasen bekannten Ausnahmen - etwa für den Gang zur Arbeit oder zur Schule, zu Versorgung mit Gütern des täglichen Lebens oder zur körperlichen und psychischen Erholung. Der gesamte Handel abseits der Grundversorger muss schließen, auch Gastronomie und Hotels sind zu, ebenso der Freizeit- und der Kulturbereich. In allen öffentlichen geschlossenen Innenräumen gilt eine FFP2-Maskenpflicht, das gilt auch am Arbeitsplatz, dort ist auch weiterhin die 3G-Regel in Kraft.

Babyelefant kehrt zurück

Auch der bekannte Zwei-Meter-Abstand gilt wieder. Die Schulen bleiben zwar grundsätzlich geöffnet, die Politik appelliert jedoch, die Schüler wenn möglich zu Hause zu betreuen. Besuche in Kranken- und Kuranstalten sowie Alten- und Pflegeheimen sind künftig nur mehr für jene möglich, die neben dem schon bisher notwendigen 2G Nachweis auch zusätzlich einen aktuellen negativen PCR-Test (Abnahme maximal 72 Stunden vor dem Besuch) vorweisen können. Im Spital ist nur ein Besucher pro Patient pro Woche erlaubt, ausgenommen Kinder und Unterstützungsbedrüftige. In Pflegeheimen sind zwei Besucher pro Bewohner pro Tag gestattet.

Die Neos haben bereits bei der Ankündigung des Lockdowns kritisiert, dass dieser nun als ultima ratio erscheine, um das Gesundheitssystem zu schützen, zeige "das Zögern und Zaudern" der Regierung. Die FPÖ lehnt grundsätzlich alle Corona-Maßnahmen ab. Die SPÖ übte am Sonntag zwar auch Kritik an der Vorgangsweise der Regierung, für sie ist dieser bundesweite Lockdown jetzt aber "leider notwendig, um das Sterben zu verhindern und Menschenleben zu retten. Vergessen wir eines nicht: Es kann jeden von uns jederzeit selbst treffen", sagte SPÖ-Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner.

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