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Terror-Ermittlungen: Maßnahmen-Kritiker wollte 5G-Masten zerstören

Von nachrichten.at   07.April 2021

5G-Auktion: 202 Millionen Euro für die Staatskasse
Symbolbild

Nachdem das niederösterreichische Amt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung im Oktober 2020 von den Plänen erfahren hat, geriet der 34-Jährige aus dem Bezirk Mistelbach ins Visier der Ermittlungen. Es kam zu einer Hausdurchsuchung, bei dem die Handys des Beschuldigten sichergestellt wurden. Die Chats, die darauf gespeichert waren, bestätigten: Der junge Mann hatte zu Angriffen auf 5G-Masten - es handelt sich dabei um kritische Infrastruktur - aufgerufen. Außerdem wurden laut Angaben der Polizei Videos und Bilder gesichert, die den Niederösterreicher bei Spreng- und Brandversuchen zeigen. 

Er sei beim Schreiben der Chats betrunken gewesen und hatte nicht vor, die Pläne in die Tat umzusetzen, sagte der Mann. In seiner Einvernahme bezeichnete er sich als Kritiker der Corona-Maßnahmen und Gegner des 5G-Mobilfunknetztes. Diese seien seiner Ansicht nach gesundheitsschädlich. Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat ihn unter anderem wegen Aufforderung und Gutheißung terroristischer Straftaten anzeigt. 

Wie die Landespolizeidirektion am Mittwoch berichtet, hat der Mann am 10. Oktober bei einer Demo mit seinem Handy festgehalten, wie drei Personen mehrere Wahlplakate von Parteien beschädigten. Zwei Verdächtige aus Wien - 27 und 47 Jahre alt - wurden ausgeforscht. Sie werden wegen Sachbeschädigung angezeigt. 

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06. Mai 2021