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Chronik

Statistik Austria: 30 Prozent Kaiserschnitt-Geburten im Vorjahr

Von nachrichten.at/apa   10. September 2020 10:39 Uhr

(Symbolbild)

WIEN. Laut Statistik Austria hat sich das Alter jener Frauen, die mit 35 oder später Mütter wurden, in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr als verdreifacht. 30,1 Prozent der 2019 Geborenen kamen per Kaiserschnitt zur Welt.

Im Vorjahr waren in Österreich 24 Prozent der Frauen mindestens 35 Jahre alt, als sie ihr Kind geboren haben. Zum Vergleich: Im Jahr 1989 waren es nur 6,5 Prozent. Der Anteil jener, die bei der Geburt ihres Kindes jünger als 20 waren, hat sich hingegen stark verringert (1989: 6,4 Prozent; 2019: 1,3 Prozent).

Das Durchschnittsalter der Erstgebärenden lag 2019 bei 29,9 Jahren. Verglichen mit den Daten aus 1989 ist das ein deutlicher Altersanstieg. Damals waren die Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes 24,8 Jahre alt. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Alter aller Gebärenden zum Zeitpunkt der Geburt von 26,8 auf 31,2 Jahre.

30 Prozent Kaiserschnitt-Geburten

30,1 Prozent der 2019 Geborenen wurden mit einem Kaiserschnitt entbunden. Bei 13,5 Prozent war das ungeplant, bei 16,6 Prozent geplant. Das Gebäralter von Frauen mit Kaiserschnitt war durchschnittlich etwas höher als jenes der spontan gebärenden Frauen (32,0 Jahre gegenüber 30,9 Jahren). Bei Schwangeren, die 35 Jahre oder älter waren, wurde 1,5 Mal häufiger ein Kaiserschnitt vorgenommen als bei Frauen unter 25 Jahren (Kaiserschnittrate 36,8 Prozent gegenüber 23,8 Prozent).

Ein wesentlicher Indikator für die medizinische Notwendigkeit einer Kaiserschnittentbindung ist die Lage des Kindes im Mutterleib. So erfolgte bei regelwidriger Schädellage in beinahe der Hälfte der Fälle (48,5 Prozent), bei Querlage bzw. Beckenendlage sogar in mehr als 90 Prozent der Fälle (93,5 Prozent bzw. 97,1 Prozent) ein Kaiserschnitt. Aber auch bei regelrechter Schädellage kam rund ein Viertel der Babys durch diesen Eingriff zur Welt.

62,8 Prozent der Neugeborenen wurden 2019 spontan entbunden, bei sieben Prozent wurde eine Saugglocke eingesetzt. Nur ganz selten kamen Neugeborene mit Hilfe einer Geburtszange zur Welt (2019 bei 35 Geburten), berichtete Statistik Austria.

Die Durchschnitts-Babys

Insgesamt erblickten im Vorjahr 84.222 Kinder in Österreich das Licht der Welt. Laut Statistik Austria wog ein neugeborenes Mädchen dabei durchschnittlich 3.257 Gramm und war 50,3 Zentimeter lang. Buben waren mit 3.383 Gramm etwas schwerer und mit 50,9 Zentimeter auch größer. 

 6.223 Babys kamen zu früh zur Welt - also vor der 37. Schwangerschaftswoche. Das entspricht einer Frühgeborenenquote von 7,4 Prozent. 98,4 Prozent der Kinder wurden in einem Krankenhaus geboren, bei 273 Geborenen entschied sich die Mutter für eine Geburt in einem Entbindungsheim oder einer Hebammenpraxis. In nur 1,4 Prozent dieser Fälle blieb die Mutter weniger als 24 Stunden im Spital bzw. Entbindungsheim ("ambulante Geburt"). 940 Kinder kamen zu Hause zur Welt, 33 auf dem Weg ins Spital.

Der Anteil Neugeborener mit geringem Geburtsgewicht ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. 2019 wogen 6,2 Prozent der Babys weniger als 2.500 Gramm. Ein hohes Geburtsgewicht von 4.500 Gramm und mehr wiesen 1,3 Prozent der neugeborenen Buben und 0,6 Prozent der Mädchen auf.

Bei Mehrlingsgeborenen kommen Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht wesentlich häufiger vor. 57,7 Prozent der 2.482 als Zwilling oder Drilling Geborenen kam vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt, bei 56,1 Prozent lag das Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm. Bei Einzelgeborenen lagen diese Anteile bei 5,9 bzw. 4,7 Prozent.

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