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Chronik

Nach der Trockenheit kommt der heiß ersehnte Regen

Von nachrichten.at/apa   25. April 2019

Endlich Regen!

WIEN. Laut den Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) beendet am Wochenende eine Kaltfront das frühsommerliche Wetter. Für die Landwirtschaft ist der Schlechtwetterumschwung ein Segen.

Zu trocken ist es in der Landwirtschaft derzeit in Nord-, Nordost- und Ostösterreich sowie Teilen der Steiermark, Kärntens und Vorarlbergs. Laut der Hagelversicherung hinterlässt die anhaltende Trockenheit bereits Spuren. Es gebe Anzeichen dafür, dass "die nächste Dürrekatastrophe" drohe.

Dabei sei der Gesamtschaden in der Landwirtschaft im Jahr 2018 mit mehr als 230 Mio. Euro - alleine auf die ausgefallenen Erdäpfel entfielen rund 40 Mio. Euro - durch den mangelnden Niederschlag und die Hitze noch in leidvoller Erinnerung.

Bereits jetzt ist die Landwirtschaft mit dem Wintergetreide und den jungen, ausgebrachten Pflanzen im Norden und Osten Österreichs von massiven Niederschlagsdefiziten betroffen, so die Hagelversicherung. In Teilen Niederösterreichs und des Burgenlandes habe es in den vergangenen Wochen nur ein Viertel bis zur Hälfte des durchschnittlichen Regens im Vergleich zum zehnjährigen Durchschnitt gegeben. "Sollte die trockene Witterung in den kommenden Wochen anhalten, könnten sich die Dürreschäden des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden."

Entspannung nicht in Sicht

Die Witterung für einen längeren Zeitraum über Wochen ist freilich nicht vorhersagbar. Von einer Expertin der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hieß es im Gespräch mit der APA, dass eine flächendeckende Entspannung vorerst nicht in Sicht ist. Die Störung, die für die Nacht auf Samstag erwartet wird, soll Regen im Westen und Süden bringen, aber im Osten nur bis ins Wald- und Mostviertel vordringen. Im Weinviertel und im Nordburgenland dürfte es nur einen Schauer geben. Immerhin wird es aber auch dort kühler und bewölkter. Am Montag oder am Dienstag könnte es auch im Nordosten Österreichs regnen, fix ist das aber nicht, wenn ein neues Tief aus dem Süden erwartet wird. Die genaue Entwicklung ist aber unsicher.

Grundsätzlich hielt die ZAMG-Fachfrau fest, dass man über die vergangenen Jahre beobachtet hat, dass Störungsmuster stabiler bleiben. Tiefs aber auch Hochs mit extremer Trockenheit bleiben länger sitzen. "Das verschärft Extreme."

Das zeigt auch die Prognose für das kommende Wochenende: Von 27 Grad auf voraussichtlich nur noch 15 Grad werden die Temperaturen von Freitag auf Samstag in Oberösterreich fallen.

28,5 Grad! Rekord am Donnerstag

Es ist kein Rekord, aber der bisher wärmste Tag des Jahres hat beachtliche Spitzenwerte erreicht: 28,5 Grad sind Donnerstag am späten Nachmittag in Waidhofen a.d. Ybbs und in Wieselburg, beides in Niederösterreich, gemessen worden. Die Höchsttemperaturen lagen rund zehn Grad höher als durchschnittlich Ende April, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

An dritter Stelle der Temperatur-Hitparade folgte eine ZAMG-Messstelle im zur oberösterreichischen Gemeinde Braunau gehörenden Ranshofen mit 28,2 Grad. Die burgenländische Landeshauptstadt Eisenstadt brachte es auf 28,1 Grad, gefolgt von zwei weiteren oberösterreichischen Orten, Schärding und Vöcklabruck, mit exakt 28 Grad.

>>> Ranshofen war am Mittwoch Europas Hitzepol

 

Die detaillierte 5-Tage-Prognose in Österreich: 

Am Freitag überwiegt in der Osthälfte noch einmal sonniges, trockenes und sehr warmes Wetter. Den äußersten Westen erreicht hingegen bereits während des Vormittages eine Kaltfront mit Regen. Damit bricht der Föhn zusammen und der Wind dreht auf westliche Richtungen und frischt stellenweise auf. Im Tagesverlauf verlagert sich die Störung nur langsam ostwärts, an ihrer Vorderseite entwickeln sich später auch ein paar Regenschauer, bevorzugt über den Bergen auch vereinzelt Gewitter. Der Wind aus Südost bis Südwest weht mäßig bis lebhaft, mit Störungsdurchzug frischt er weiter auf und dreht auf West. Frühtemperaturen liegen bei sechs bis 15 Grad, die Höchstwerte im Westen bei nur mehr elf bis 18 Grad, sonst 19 bis 29 Grad mit den höchsten Werten im Weinviertel.

Am Samstagvormittag überwiegen oft die Wolken, im Tagesverlauf lockert es aber immer öfter auf. Vor allem im Westen und entlang der Alpennordseite bis ins westliche Niederösterreich regnet es zeitweise schauerartig. Die Schneefallgrenze liegt erst teils bei 1.500 Meter und steigt tagsüber weiter an. Auch im Südosten entwickeln sich ein paar Regenschauer. Vor allem im Osten bleibt es gebietsweise aber wieder trocken. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Wienerwald und am Alpenostrand auch lebhaft aus West bis Nordwest. Die Frühtemperaturen erreichen vier bis elf Grad, die Tageshöchsttemperaturen elf bis 18 Grad.

Starke bis geschlossene Bewölkung dominiert am Sonntag. Im Süden regnet es häufig, teils auch ergiebig. Die Schneefallgrenze liegt je nach Niederschlagsintensität zwischen 900 und 1.600 Meter. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Osten und auf den Bergen teils lebhaft aus West bis Nord. Die Temperaturen steigen von vier bis elf Grad in der Früh auf maximal 18 Grad.

Ein Adriatief verlagert am Montag sein Zentrum Richtung Osten, der Wetterverlauf gestaltet sich damit im Detail recht unsicher. Regen und Schneefall sind vor allem inneralpin und im Süden zu erwarten die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.000 und 1.700 Meter, in der Früh inneralpin örtlich auch darunter. Im Norden und Osten verläuft der Tag teils bewölkt, teils sind auch etwas Regen oder Regenschauer möglich. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, auf den Bergen auch kräftig. Frühtemperaturen liegen bei vier bis zehn Grad, die Tageshöchsttemperaturen bei acht bis 16 Grad.

Auch am Dienstag dominiert besonders nördlich des Alpenhauptkamms dichte Bewölkung und von Salzburg ostwärts regnet es voraussichtlich zeitweise. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.200 und 1.800 Meter. Sonnige Auflockerungen sind im Westen und Süden möglich, hier bleibt es aus heutiger Sicht oft trocken. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Gebirge sowie im Osten auch stark. Die Frühtemperaturen erreichen drei bis zehn Grad, die Tageshöchsttemperaturen zehn bis 18 Grad.

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