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Chronik

Oberösterreicher sind besonders impfskeptisch

Von nachrichten.at/apa   29. Juli 2021 12:21 Uhr

WIEN. Laut einer Gallup-Umfrage ist die Impfskepsis in Oberösterreich und Salzburg größer als in den anderen Bundesländern.

Laut der groß angelegten Umfrage, über die der ORF am Donnerstagvormittag berichtete, stehen in Oberösterreich und Salzburg rund ein Drittel der Befragten einer Corona-Impfung skeptisch gegenüber. Zum Vergleich: In den übrigen Bundesländern sind dies im Schnitt nur rund 20 Prozent. 

Sorge vor Bevormundung

Die Ursache für die Unterschiede in der Impfbereitschaft bzw. Impfskepsis zwischen den Bundesländern kann sich Studienautorin Andrea Fronaschütz nicht erklären. Regionale Besonderheiten bei Umfragen hätten üblicherweise mit regionalen Ereignissen zu tun, auch im Zusammenhang mit Corona, wird sie vom ORF zitiert. Besonders häufig dürfte die Sorge vor Bevormundung der Grund für Impfskepsis sein, so Fronaschütz. Viele Umfrageteilnehmer gaben an, selbst über ihre Gesundheit entscheiden zu wollen und sich nichts vorschreiben lassen zu wollen. 

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Mehrheit für Impfpflicht im Gesundheitswesen

Laut der Umfrage waren 59 Prozent für eine Impfpflicht in Gesundheitsberufen. Für eine generelle Impfpflicht sind hingegen nur 24 Prozent, 70 Prozent sprechen sich klar dagegen aus. Die Impfbereitschaft stagniert laut Gallup seit Anfang Juli bei 74 Prozent (Summe aus jenen, die sich als impfbereit deklarieren und den bereits Geimpften).

Die Zustimmung zu einer Impflicht in anderen einzelnen Berufssparten fällt laut der Online-Umfrage (1.000 Personen ab 16 Jahren, Erhebungszeitraum 20. bis 23. Juli) etwas geringer aus. Für den Bildungsbereich würden 49 Prozent der Befragten eine solche Pflicht begrüßen, für den Bereich der Sozialberatung und -betreuung 50 Prozent. Besonders aufgeschlossen zeigen sich für die Impfpflicht in diesen Berufen Männer, Personen über 50 Jahren und jene mit einer höheren Schulbildung.

Für 55 Prozent der Befragten ist es in Ordnung, wenn der Arbeitgeber bei hohem Infektionsrisiko von seiner Belegschaft verlangt, sich gegen Corona impfen zu lassen. 56 Prozent sind jedoch dagegen, dass Mitarbeiter, die sich trotz Aufforderung ihres Arbeitgebers nicht impfen lassen wollen, gekündigt werden - 37 Prozent hätten damit kein Problem.

Hälfte will weiter Gratistests

Für den zuletzt auch politisch diskutierten Vorschlag, Corona-Tests für nicht Geimpfte kostenpflichtig zu machen (ausgenommen für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können), sprachen sich 45 Prozent der Befragten aus. 50 Prozent wollen weiterhin Gratis-Tests für alle.

Der Anteil von Personen, die eine Corona-Impfung strikt oder eher ablehnen, schwankte laut Gallup zwischen Mai und Juli konstant zwischen 21 und 25 Prozent. Aktuell möchten sich 15 Prozent der Bevölkerung "auf keinen Fall" und weitere acht Prozent "eher nicht" impfen lassen.

Die Zufriedenheit mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung ist seit Ferienbeginn wieder leicht im Sinken: Nur 43 Prozent sind laut Gallup aktuell der Ansicht, dass die Regierung mit der Krise richtig umgeht. Im Mai und Juni teilten noch rund die Hälfte diese Ansicht. Nur ein Viertel der Bevölkerung geht davon aus, dass die Pandemie jetzt unter Kontrolle ist - Mitte Juni waren es hingegen noch 48 Prozent.

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