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Chronik

Unwetter: Tauerntal und Teile des Lesachtales noch ohne Versorgung

Von nachrichten.at/apa   19. November 2019 17:43 Uhr

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Bild 1/79 Bildergalerie: Kampf gegen die Schneemassen in den Alpen

LIENZ. In Osttirol ist auch am Dienstag intensiv an den Folgen des Unwetters gearbeitet worden. Am späten Nachmittag waren in Osttirol noch 350 Haushalte ohne Strom.

Während viele Täler wieder ans Netz gingen, blieben das Tauerntal und Teile des Lesachtales vorerst wohl noch ohne Stromversorgung. Indes waren auch noch einige Straßen von Sperren betroffen. "Wir kommen gut voran", hieß es von der Tinetz. Zu Mittag mussten noch über 1.000 Haushalte ohne Versorgung auskommen, im Laufe des Nachmittages wurde aber ein Tal nach dem anderen wieder ans Stromnetz angeschlossen. So wurde etwa ein Großteil des Villgratentales, des Defreggentales und des Drautales zugeschaltet. Auch das Virgental kam wieder ans Netz. Gegen 17.00 Uhr sollte auch das Umspannwerk in Sillian wieder in Betrieb gehen.

"In Summe waren zwischenzeitlich 553 unserer Stationen in über 40 Gemeinden mit insgesamt 27.900 Netzkunden betroffen", teilte Tinetz-Geschäftsführer Thomas Rieder mit. 140 Mitarbeiter der Tinetz seien im Einsatz, dazu wurden sie von Fremdfirmen sowie den Netzbetreibern in Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg unterstützt.

Indes blieben in Osttirol nach wie vor viele Straßen gesperrt. So etwa die Felbertauernstraße von Matrei bis Mittersill, die Sankt Veiter Straße, die Villgratentalstraße oder die Defereggentalstraße ab Huben.

In der Nacht auf Mittwoch dürften laut ZAMG in Osttirol Schneefall und Schneeregen allmählich aufhören. Am Mittwoch sollte es weitgehend trockend blieben.

Das Land Tirol stellte am Dienstag nach der Regierungssitzung eine erste Kosteneinschätzung an: Das Unwetter soll einen Schaden von zehn Millionen Euro verursacht haben. Vor allem im Forstbereich verzeichne man "massive Schäden", hieß es. Das Land stellt nun Mittel aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung, die sowohl für die Aufräumarbeiten als auch für die Behebung privater Schäden eingesetzt werden sollen.

In Südtirol entspannte sich die Lage ebenfalls. Der ausgerufene Zivilschutzalarm wurde wieder von "Voralarm" auf "Aufmerksamkeit" zurückgestuft. Es könne aber noch aufgrund der durch die Niederschläge gesättigten Böden zu Rutschungen, Steinschlägen oder Baumstürzen kommen, teilte das Land Südtirol mit. Die Pustertaler Bahnlinie bleibt noch geschlossen, denn gegen Mittag war es zu einem zweiten Erdrutsch auf die Gleise gekommen.

Video:  Aufräumarbeiten in Muhr/Lungau

 

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Bild 1/42 Bildergalerie: Murenabgänge im Westen Österreichs

Zivilschutzalarm in Obervellach in Kärnten aufgehoben

Der Zivilschutzalarm in Obervellach im Kärntner Bezirk Spittal an der Drau ist am Dienstag aufgehoben worden. Wie der Landespressedienst mitteilte, werden deshalb Schulen und Kindergärten in der Gemeinde am Mittwoch wieder arbeiten. Damit war der Zivilschutzalarm am Dienstagabend noch in drei Kärntner Gemeinden aufrecht, nämlich in Reißeck, Berg im Drautal und Feld am See. Für Flattach galt weiterhin eine Zivilschutzwarnung.

Kärntner Drau-Stauseen werden wieder aufgestaut

Die Drau-Stauseen in Kärnten sind am Dienstag nach und nach wieder aufgestaut worden. Wie der Kraftwerksbetreiber Verbund in einer Aussendung mitteilte, war es gelungen, die gesamte Hochwasserspitze in den Stauseen aufzufangen. Vor den ersten Niederschlägen am Wochenende wurde etwa der Pegel im 24 Kilometer langen Völkermarkter Stausee um 4,5 Meter abgesenkt.

"Der Völkermarkter Stausee füllte sich in der Funktion als Sicherheitspuffer für Lavamünd innerhalb von zwei Tagen wieder bis auf 1,6 Meter unter Normalniveau auf", hieß es vom Verbund. Gerade in Lavamünd, das immer wieder von schweren Hochwassern getroffen wurde, herrschte große Sorge wegen der massiven Regenmengen. In der Nacht auf Sonntag hatte die Drau bis zu 1.700 Kubikmeter Wasser pro Sekunde geführt, es wurde aber stets weniger als 1.350 Kubikmeter pro Sekunde in Richtung Lavamünd und Slowenien weitergegeben. Zeitweise wurden mehr als 500.000 Liter Wasser pro Sekunde im Stausee zurückgehalten.

Da der Pegel der Drau an allen Messstellen wieder deutlich unter die Warngrenzen gefallen ist, wurde am Dienstag mit dem langsamen Wiederaufstau der großen Stauseen bei den Kraftwerken Rosegg, Feistritz im Rosental und Edling bei Völkermarkt begonnen. Dieser Vorgang sollte bis Donnerstag abgeschlossen sein.

 

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