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Chronik

Neuschnee führte zu abgeschnittenen Dörfern und hoher Lawinengefahr

16. Januar 2021 00:04 Uhr

Neuschnee führte zu abgeschnittenen Dörfern und hoher Lawinengefahr
Die enormen Neuschneemengen führten nicht nur in Tirol zu teils erheblichen Verkehrsbehinderungen.

INNSBRUCK/BREGENZ. Die großen Neuschneemengen vom Donnerstag haben die beiden westlichen Bundesländer Tirol und Vorarlberg auch gestern in Atem gehalten.

Zahlreiche Straßen- und Bahnverbindungen in beiden Bundesländern waren weiterhin gesperrt – darunter jene über den Arlberg und in die Schweiz.

Die winterlichen Verhältnisse haben auch die Lawinengefahr stark erhöht. In Tirol und Vorarlberg herrschte in allen Höhenlagen die Warnstufe 4 der fünfteiligen Skala. Auch in Oberösterreich warnte die Bergrettung gestern vor einer "prekären Lawinensituation" an diesem Wochenende. Vor allem der Wind und der ungünstige Schneedeckenaufbau seien problematisch.

Verzögerung auf dem Brenner

Im Laufe des Tages zeichnete sich aber zumindest ein vorläufiges Ende der Schneefälle ab. Für den (heutigen) Samstag wurde schönes Wetter vorhergesagt.

In Teilen Tirols kam es zu Straßensperren wegen Lawinengefahr und umgestürzter Bäume. Einzelne Orte wie Sölden im Ötztal oder St. Christoph am Arlberg waren vorerst nicht erreichbar. Gesperrt waren Freitagnachmittag zunächst weiter unter anderem die Lechtalstraße im Außerfern, die B197 Arlberg-Straße zwischen St. Christoph und Alpe Rauz sowie die Ötztal Straße zwischen Zwieselstein und der Hochalpenstraße und zwischen Huben und Sölden. Auch auf der Brennerautobahn kam es immer wieder zu längeren Verzögerungen in beide Richtungen.

Sperren gab es gestern weiterhin auch im Zugverkehr. So war die Arlbergbahnstrecke bis voraussichtlich Samstag nicht befahrbar, auf den Gleisen lagen bis zu 1,30 Meter Neuschnee. Man sei mit allen Kräften im Räumeinsatz, hieß es bei den ÖBB.

Ebenfalls gesperrt war die Zugverbindung von Feldkirch nach Buchs (Schweiz). Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet, dennoch rieten die ÖBB wegen der winterlichen Verhältnisse von nicht notwendigen Reisen in Westösterreich ab. Die ÖBB-Lawinenkommissionen entscheiden am Samstag über das weitere Vorgehen.

Die Lawinengefahr schätzte die Landeswarnzentrale in Vorarlberg weiter verbreitet als hoch ein. Der Neu- und Triebschnee liege auf einer ungünstigen Altschneeoberfläche und sei sehr störanfällig. Fernauslösungen und viele spontane Lawinen seien zu erwarten. Diese könnten auch sehr große Ausmaße annehmen und exponierte Verkehrswege gefährden.

Warnungen auch für OÖ

"Ein sehr kritisches lawinenaktives Wochenende steht uns bevor. Der seit Dienstag gefallene Neuschnee liegt auf einer sehr ungünstigen Unterlage", warnte auch der Lawinenreferent der Bergrettung OÖ, Heli Steinmaßl.

Wurzeralm: Reduzierter Betrieb

Schnee wäre genug da. Doch weil die Nachfrage im Skigebiet Wurzeralm coronabedingt unter der Woche gering ist, wird der Liftbetrieb unter der Woche vorübergehend eingestellt. An Wochenenden und während der oberösterreichischen Semesterferien werden die Bergbahnen aber wie gewohnt geöffnet sein, Pistengehen ist auch an Wochentagen erlaubt.

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