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Chronik

Kirchenglocken läuteten gegen weltweiten Hunger

Von nachrichten.at/apa   31. Juli 2020 17:32 Uhr

Kirchenglocke (Symbolbild)

In ganz Österreich und Südtirol haben am Freitagnachmittag erneut rund 3.000 Kirchenglocken auf den Hunger in der Welt aufmerksam gemacht.

 Auf Initiative der Caritas waren um 15.00 Uhr fünf Minuten lang im ganzen Land Glockenschläge zu hören. Die katholische Kirche machte damit auf den Hunger vor allem in Afrika aufmerksam, an dem täglich zahlreiche Menschen sterben, und ersuchte um Spenden.

"Es ist ein Gebot der Stunde, jene Menschen nicht allein zu lassen, deren tägliche Mahlzeit (...) nicht gesichert ist. Wir dürfen jetzt unsere Nachbarn auf dem afrikanischen Kontinent und in den ärmsten Regionen der Welt nicht vergessen", appellierte Caritas-Präsident Michael Landau im Vorfeld in einer Aussendung. Hunger sei kein Naturgesetz. "Hilfe ist rasch und einfach möglich!"

Laut Angaben der Vereinten Nationen leidet weltweit eine von neun Personen an chronischem Hunger. Durch die Corona-Pandemie könnte diese Zahl erneut um bis zu 132 Millionen Menschen anwachsen. Ausgangsbeschränkungen verschärfen laut Caritas die Hungersituation beispielsweise in den ländlichen Regionen Afrikas. Das ohnehin geringe Einkommen falle völlig weg.

In den letzten Jahren sei die Zahl der Hungernden erstmals seit langer Zeit wieder gestiegen. 47 Millionen Kinder weltweit seien akut unterernährt, warnte die Caritas. Vor allem die Länder in Afrika seien betroffen: durch Konflikte, durch die Klimakrise und durch Covid-19.

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