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Inn-Pegel in Tirol machen Sorge, aber vorerst ruhige Lage

Von nachrichten.at/apa, 21. Juni 2024, 21:10 Uhr
TIROL: STEIGENDER INN-PEGEL / RATTENBERG
Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Rattenberg bauten am Freitag den Hochwasserschutz entlang des Inns auf. Bild: ZOOM.TIROL (APA)

INNSBRUCK/BOZEN. Die starke Schneeschmelze sowie prognostizierte intensive Regenfälle haben die Verantwortlichen in Tirol am Freitag vor erhöhten Pegelständen des Inns samt seiner Zubringer warnen lassen. Die Landeshauptstadt Innsbruck leitete am Vormittag angesichts des Pegelstandes eines statistisch fünfjährlichen Hochwassers Schutzmaßnahmen ein.

Dem Land Tirol zufolge könnte der Inn-Pegelstand noch auf ein 30-jährliches Hochwasser (HW30) steigen. Doch bis zum Abend blieb die Lage ruhig. Wie aus den Daten auf der Homepage des Hydrographischen Dienstes des Landes hervorging, kam es seit dem Vormittag zu keiner signifikanten Steigung des Inn-Pegels in Innsbruck als auch anderswo. Somit waren etwa in der Landeshauptstadt vorerst keine weiterführenden Hochwasserschutzmaßnahmen notwendig. Besonders im Fokus war am Abend aber der Nebenfluss Sill, wie eine Sprecherin der Stadt gegenüber der APA nach einer Besprechung der Einsatzleitung erklärte. Sollte bei der Sill, wie beim Inn, das fünfjährliche Hochwasser (HW5) erreicht werden, könne und werde innerhalb einer halben bis Dreiviertelstunde das dortige mobile Hochwasserschutzsystem hochgefahren, durch das man - wie bereits in der Vergangenheit - für drohende Überschwemmungen gewappnet sein soll.

Bis zum Abend kam es in der Landeshauptstadt wie im gesamten Land indes zu keinen stärkeren Regenschauern, es herrschte bei milden Temperaturen teils bewölktes, teils sonniges Wetter. Auch Überschwemmungen nennenswerten Ausmaßes wurden nicht gemeldet.

Alles in Bereitschaft

In Innsbruck befanden sich alle Einsatzorganisation in Bereitschaft, der Personalstand wurde erhöht. Die Kräfte seien bis 3.00 Uhr in der Nacht auf Samstag "einsatzbereit", hieß es. Hochwasserschutz wie Sandsäcke für potenziell gefährdete Bereiche wie in St. Nikolaus und Pradl wurden vorbereitet, jedoch vorerst nicht aufgebaut. Das geschehe erst, wenn der Pegelstand des Inns tatsächlich die Marke eines 30-jährlichen Hochwassers erreiche.

"Wir bitten die Bevölkerung jedenfalls schon jetzt, die Wetterlage im Allgemeinen genau zu beobachten, bewegliche Gegenstände vom Freien in die Innenräume zu transportieren sowie Türen und Fenster zu schließen", sagte Innsbrucks Bürgermeister Johannes Anzengruber (JA - Jetzt Innsbruck). Beim Aufenthalt im Freien und in der Natur sei Vorsicht geboten. Durch Orkanböen könne es zu umstürzenden Bäumen kommen. Zudem solle man sich von den Ufern des Inn und der Sill fernhalten.

Lage wird genau beobachtet

Die Lage wurde jedenfalls auch seitens des Landes genau beobachtet. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in manchen Bereichen an den Zubringern Bäche über die Ufer treten. Die Niederschlagsprognosen würden aber aufgrund der komplexen Wettersituation eine große Unsicherheit aufweisen, wurde betont. Die Situation werde weiter genau im Auge behalten und die Lage laufend neu eingeschätzt.

Aktuell würden bis zu 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter prognostiziert - lokal könnte der Regen sogar noch stärker ausfallen, teilte das Land mit. Eine weitere Unwetterfront sei zudem nach aktuellem Stand in der Nacht auf Sonntag zu erwarten. "Diese Kombination kann potenziell zu einem starken Anstieg der Pegelstände der Fließgewässer insbesondere im Tiroler Oberland führen", wurde Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft, zitiert.

Gewitterwarnung

In Tirol war für Freitag gebietsweise eine Gewitterwarnung ausgegeben und vor schwereren Unwettern gewarnt worden. Die Geosphere Austria rief am Donnerstag aufgrund aktueller Prognosen Warnstufe "Orange" aus, die dritthöchste auf der vierstufigen Skala. Als hauptbetroffene Gebiete wurden in einer Aussendung des Landes der Zentralraum Innsbruck sowie das Tiroler Unterland genannt. Dort seien großer Hagel, schwere Sturm- bis Orkanböen sowie Starkregen möglich.

"Mögliche Gefahren bei Gewitter sind herabfallende Äste bzw. umstürzende Bäume. Im Straßenverkehr besteht zudem erhöhte Unfallgefahr - etwa durch starke Seitenwinde oder Aquaplaning und schlechte Sicht", warnte der Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement, Elmar Rizzoli. Er appellierte zudem an die Bevölkerung, die lokalen Wetterentwicklungen im Auge zu behalten und entsprechend zu reagieren.

Unterdessen wurden auch in Südtirol für den Nachmittag sowie Abend starke Gewitter erwartet, die zum Teil heftig ausfallen könnten. Speziell am Abend und in der ersten Nachthälfte seien Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Auch am Samstag wären einzelne stärkere Gewitter nicht auszuschließen. Steinschläge, Baumstürze und kleinräumige Überflutungen könnten auftreten, hieß es seitens des Landes.

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