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Chronik

Halber Meter Neuschnee: Große Lawinengefahr im Westen des Landes

Von nachrichten.at/apa   14. Januar 2021 13:14 Uhr

Der Schnee hat Österreich fest im Griff

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Nach intensiven Schneefällen herrscht in Tirol und Vorarlberg große Lawinengefahr, Autos blieben auf den schneebedeckten Fahrbahnen hängen, einige Straßen mussten gesperrt werden. Am Freitag entspannt sich das Wetter - aber nur vorübergehend.

Im ganzen Land bleibt es über das Wochenende winterlich und kalt, wie aus der Prognose der ZAMG hervorgeht. Der Lawinenwarndienst Oberösterreich hat die dritte Warnstufe der fünfstufigen Skala ausgerufen. Mehr dazu in diesem Artikel

In den westlichen Bundesländern gilt die vierte Lawinenwarnstufe. Es seien spontane Lawinenabgänge zu erwarten, auch einzelne Wintersportler seien in der Lage, Schneebretter auszulösen, hieß es beim Warndienst in Vorarlberg. In Klösterle am Arlberg ist in der Nacht auf Donnerstag ein Wohnhaus von einer Lawine erfasst worden, verletzt wurde niemand. Die Straßenverbindungen über den Arlberg waren vorerst gesperrt, die Arlberg-Orte waren nicht auf dem Straßenweg erreichbar. Bei tiefwinterlichen Fahrverhältnissen blieben im ganzen Land immer wieder Fahrzeuge hängen.

Auch in Tirol haben die anhaltenden Schneefälle zu Verkehrsproblemen geführt. Vor allem auf der Brennerautobahn (A13) blieben Lkw ohne Ketten hängen, hieß es von der Polizei zur APA. Auf der Inntalautobahn (A12) kam es in den Morgenstunden zu Staus. Ein Unfall, bei dem ein Kleintransporter auf einen Lkw aufgefahren war, führte zudem zu Verzögerungen. Wegen drohender Lawinengefahr mussten zahlreiche Straßen in einigen Tälern gesperrt werden. Zu Bahnsperren kam es auf der Arlberg- und Brennerstrecke.

Der Schnee hat Österreich fest im Griff
Ein Lkw ist in der Nacht auf Donnerstag von der B171 bei Kolsass in Tirol abgekommen und im Graben gelandet.

Halber Meter Neuschnee

Am meisten Schnee blieb bis Donnerstagfrüh in Landeck liegen, hier schneite es bis zu einem halben Meter. Im Raum Innsbruck fielen 30 Zentimeter Schnee, im Laufe des Tages könnten es in der Landeshauptstadt sogar 40 Zentimeter werden, hieß es von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zur APA. Insgesamt zeigte sich in Tirol aber ein sehr differenziertes Bild - so verzeichnete man in Kufstein nur sieben Zentimeter Schnee.

In Tirol gilt in weiten Teilen derzeit die Lawinenwarnstufe "4", also große Gefahr. Zu den Schneefällen gesellt sich nämlich stürmischer Wind im Hochgebirge, was zu gefährlichen Triebschneeansammlungen führen kann. "Durch die teilweise recht großen Triebschneeansammlungen können Lawinen an vielen Stellen sehr leicht ausgelöst und gefährlich groß werden. Die lange Kälteperiode vor dem Schneefall hat zudem auf der Altschneedecke Oberflächenreif entstehen lassen. Die spröden Triebschneeansammlungen lagern sich deshalb auf einer ungünstigen Altschneeoberfläche ab", erklärte Rudi Mair vom Lawinenwarndienst Tirol.

Der Schnee hat Österreich fest im Griff
Innsbruck

Im Westen klingt der Schneefall am Freitag langsam ab und es zeigt sich tagsüber zeitweise die Sonne. Verbreitet sonnig und trocken ist es im Süden. Sonst schneit es bei aufgelockerter bis starker Bewölkung ab und zu etwas, am häufigsten in den Nordstaulagen Niederösterreichs. Am Nachmittag lockern die Wolken im Flachland des Nordens und Ostens etwas auf und es gibt auch sonnige Abschnitte.

Während der Samstag im Westen und Süden meist sonnig und weitgehend trocken verläuft, überwiegen von Salzburg nord- und ostwärts die Wolken. vor allem an der Alpennordseite ziehen immer wieder Schneeschauer durch. 

Hochdruckeinfluss am Dienstag

Von Westen breitet sich am Montag eine Störungszone alpennordseitig aus. Damit überwiegen von Vorarlberg bis ins Nordburgenland die Wolken und dazu schneit es auch immer wieder, von Salzburg bis ins westliche Niederösterreich kann in tiefen Lagen zeitweise auch Regen dabei sein. Im Süden bleibt es meist trocken und dort zeigt sich auch länger die Sonne.

Am Dienstag bringt ein Hochdruckeinfluss im ganzen Land trockenes Wetter und oft zeigt sich auch tagsüber die Sonne. Der Wind weht meist nur mehr schwach. 

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