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Chronik

Fast 11.000 Neuinfektionen, mehr Patienten in den Spitälern

Von nachrichten.at/apa   10. Januar 2022 11:18 Uhr

HEALTH-CORONAVIRUS/CANADA
(Symbolbild)

WIEN. Mit Schulbeginn am Montag hat die Corona-Variante Omikron Österreich weiter fest im Griff. 10.804 Neuinfektionen wurden laut Gesundheits- und Innenministerium innerhalb von 24 Stunden eingemeldet.

Ähnliche Montagswerte gab es Mitte bzw. Ende November, was einen Lockdown in ganz Österreich nach sich zog. Nach den Weihnachtsferien wurde auch wieder viel getestet, jedoch nicht rekordverdächtig.

Von Sonntag auf Montag wurden insgesamt 634.778 Tests gemacht. Der Großteil, nämlich 539.085, waren aussagekräftige PCR-Tests. Die meisten PCR-Tests, nämlich 64 Prozent bzw. 345.535, wurden in Wien gemacht. Zwar war es der erste Montag, wo die meisten PCR-Tests eingemeldet wurden, doch der absolute Rekord bei den Testungen wurde am 28. Dezember 2021 mit 2,4 Millionen Corona-Tests, davon 1,96 Millionen PCR-Tests, erzielt.

Derzeit beträgt die Positiv-Rate der PCR-Tests in Österreich bereits zwei Prozent. Dieser 24-Stunden-Wert liegt über dem Schnitt der vergangenen Woche mit 1,9 Prozent. Somit stieg die Zahl der aktiven Fälle weiter kräftig an. Am Montag laborierten 77.047 Menschen in Österreich an einer SARS-CoV-Infektion. Das sind um 7.290 mehr als am Tag zuvor. Vor einer Woche, am 3. Jänner waren es noch 34.330 aktive Fälle.

Video: Analyse der aktuellen CoV-Situation

Die derzeitige Zunahme der Neuansteckungen liegt weit über dem Durchschnitt der vergangenen sieben Tage mit 8.771 Fällen. Zuletzt waren die Montagswerte im November ähnlich hoch. Am 15. November wurden 11.889 Neuansteckungen gemeldet, am 22. November waren es sogar 13.806. Der bisher höchste 24-Stunden-Wert bei den Neuinfektionen wurden am 19. November mit 15.809 Fällen gemessen.

Diese deutliche Zunahme ist vor allem der ansteckenderen Omikron-Variante geschuldet, die bereits zum Jahresende Delta als vorherrschende Mutation in Österreich abgelöst hat. Bisher sind 25.102 Fälle der infektiöseren Mutation nachgewiesen worden, geht aus einer Aktualisierung der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) von Montag hervor. Allein in der ersten Kalenderwoche waren es 15.102, in der letzten Woche des Jahre 2021 hatte es noch 7.394 Nachweise gewesen.

Die meisten Omikron-Fälle wurden bisher mit 10.220 insgesamt in Wien detektiert, die Bundeshauptstadt analysiert allerdings am genauesten. Weil in Wien bereits vorsequenziert wird, sind auch die Omikron-Zahlen weitaus höher als im Rest des Landes: In Salzburg wurden 4.189, in Niederösterreich 3.171, in Tirol 2.755, in Oberösterreich 2.256, in der Steiermark 849, in Vorarlberg 845, im Burgenland 563 und in Kärnten 254 Fälle der Mutation entdeckt.

Der Anstieg der Infektionszahlen wirkt sich derzeit auch auf die Belegung in den Krankenhäusern aus. Derzeit liegen 935 Personen wegen einer SARS-CoV-2-Infektion im Spital, das sind um 24 mehr als am Vortag. 264 Menschen müssen wegen Covid-19 intensivmedizinisch betreut werden. Diese Zahl stieg seit Sonntag um zwei und ist innerhalb einer Woche um 56 Patienten zurückgegangen.

Sieben Todesfälle sind seit Sonntag zu beklagen. In den vergangenen sieben Tagen wurden 96 Todesfälle registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit ihrem Ausbruch 13.855 Tote in Österreich gefordert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt in Österreich 687,3 Fälle pro 100.000 Einwohner. Am Sonntag lag sie noch bei 603,5. Das Bundesland mit der höchsten Inzidenz ist derzeit Salzburg mit 1.409,8, gefolgt von Tirol mit 1.220,9, Wien mit 919, Vorarlberg mit 628,7, Oberösterreich mit 524,3, Niederösterreich mit 508,7, Kärnten mit 394,1, die Steiermark mit 365,9 und das Burgenland mit 279.

In absoluten Zahlen liegt derzeit Wien an der Spitze mit 3.340 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Damit wurde der bisherige Höchstwert in der Bundeshauptstadt - 3.191 wurden am vergangenen Mittwoch verzeichnet - übertroffen. In Niederösterreich wurden 1.573 neue Fälle gemeldet, in Tirol 1.512, in Oberösterreich 1.488, in Salzburg 1.222, in der Steiermark 650, in Kärnten und in Vorarlberg je 441 und im Burgenland 137 Fälle.

Mehr als 1,35 Millionen bestätigte Fälle

Die Zahl der gegen Corona geimpften Menschen stagniert in Österreich. Am Sonntag wurden 18.093 Immunisierungen durchgeführt. Somit haben laut den Daten des E-Impfpasses 6.651.524 Personen (74,5 Prozent der Bevölkerung) zumindest eine Impfung erhalten. 6.327.627 Menschen und somit 70,8 Prozent der Österreicher verfügen über einen gültigen Impfschutz. 3.861.090 bzw. 43,2 Prozent der Österreicher haben bereits den Booster erhalten.

Von den 18.093 Impfungen am Sonntag waren 2.013 Erststiche, das sind 11,13 Prozent. 5.350 Impfungen waren Zweitstiche. Die meisten Impfungen am Sonntag waren Drittstiche. 10.730 Mal (59,3 Prozent) wurde der Booster geholt.

Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) weiterhin im Burgenland mit 76,5 Prozent. In Niederösterreich haben 72,9 Prozent der Bevölkerung einen validen Impfschutz, in der Steiermark 70,9 Prozent. Nach Wien (69,7), Tirol (69,6), Vorarlberg (67,9), Salzburg (67,7) und Kärnten (67,6) bildet Oberösterreich immer noch das Schlusslicht mit 66,6 Prozent.

Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich bereits mehr als 1,35 Millionen bestätigte Coronafälle gegeben. Genesen sind seit Ausbruch der Epidemie an die 1,26 Millionen Menschen.

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