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Chronik

Erstmals Delta-Variante in Niederösterreich nachgewiesen

Von nachrichten.at/apa   11. Juni 2021 13:42 Uhr

WIEN. Der Betroffene aus dem Bezirk Mödling ist bereits genesen.

In Niederösterreich ist erstmals die Delta-Variante des Coronavirus bestätigt worden. Es handelt sich um einen 20-Jährigen aus dem Bezirk Mödling. "Es gibt derzeit keinen weiteren Folgefall", hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Der junge Mann sei bereits genesen, er habe am 8. Juni die Quarantäne verlassen. Aussagen des 20-Jährigen haben den Angaben zufolge keinen Rückschluss gebracht, wo er sich angesteckt hat. Aufgrund der Sequenzierung sei der Nachweis der in Indien entdeckten Variante erst jetzt erfolgt, wurde mitgeteilt. Die Verständigung erfolgte durch die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante Delta ist Analysen zufolge wesentlich ansteckender als der in Großbritannien entdeckte Alpha-Typ. Das Risiko, die Menschen im eigenen Haushalt anzustecken, sei bei Delta schätzungsweise 60 Prozent höher als bei Alpha, teilte die englische Gesundheitsbehörde Public Health England am Freitag mit. Außerdem soll sich Delta stärker als andere Varianten der Schutzwirkung der Impfstoffe entziehen können. Das gelte vor allem nach nur einer Impfdosis. Vollständig Geimpfte seien jedoch sehr gut vor der Delta-Variante - auch B.1.617.2 genannt - geschützt.

Die Delta-Variante sorgt im Vereinigten Königreich derzeit offiziellen Angaben zufolge für rund neun von zehn Corona-Infektionen. Sie ließ die lange Zeit sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz auf zuletzt knapp 52 ansteigen und könnte die geplanten weiteren Corona-Lockerungen gefährden.

Alpha im Mai dominant

Im Mai sind in Österreich in 413 untersuchten Proben neun Varianten von SARS-CoV-2 durch Ganzgenomsequenzierung festgestellt worden. Das geht aus dem aktuellen Bericht der AGES hervor. Dominant war B.1.1.7 (Alpha, vormals britische Variante) mit 97 Prozent, wobei in keiner dieser Proben eine E484K (Flucht-)Mutation festgestellt wurde.

Die Varianten B.1.351 (Beta, vormals südafrikanische Variante) und P.1 (Gamma, brasilianische) wurden bei vier Proben nachgewiesen werden. Die ansteckendere Delta-Variante (B.1.617.2, indische) ist in Österreich im Mai zwei Mal entdeckt worden. Im April waren in 240 untersuchten Proben ebenfalls neun Varianten festgestellt worden, auch damals war Alpha (213 Nachweise) dominant.

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