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Chronik

Erst Sonne und Hitze, dann Gewitter und Wolken

Von nachrichten.at/apa   30. Juli 2020 12:30 Uhr

Bei dieser Hitze schmeckt ein eis besonders gut.

WIEN. Gewitter ziehen am Sonntag vom Westen nach Osten.

Am Wochenende kann man zumindest über weite Strecken dank eines Hochdruckeinflusses Sommer pur genießen: Die Meteorologen der ZAMG prognostizieren sonniges und überwiegend trockenes Wetter mit isolierten Gewittern. Am Sonntag "wandern" dann Gewitter von Vorarlberg her bis in den Osten, wo sie am Abend ankommen. Ab Montag wird es generell unbeständig.

Am Freitag scheint die Sonne ungestört. Lediglich über den westlichen Alpengipfeln steigt nachmittags mit Quellwolken die Schauer- und Gewitterneigung an. Damit können hier einzelne isolierte Wärmegewitter nicht ausgeschlossen werden. Allgemein weht der Wind nur schwach. Auf Frühtemperaturen von elf bis 20 Grad folgen Tageshöchstwerte von 26 bis 34 Grad.

Hoher Luftdruck bleibt am Samstag weiter wetterbestimmend. Damit ist es überwiegend sonnig. Nachmittags bilden sich jedoch über den Alpengipfeln wieder einige Quellwolken, mit ihnen bis zum Abend isolierte Wärmegewitter. Es weht allgemein nur schwacher Wind. 15 bis 21 Grad hat es in der Früh, 26 bis 33 Grad am Nachmittag.

Die Wetterprognose für die kommenden Tage im Video:

Von Westen her wird am Sonntag die energiegeladene Luft von einer schwachen Störungszone noch weiter labilisiert und es bilden sich von Vorarlberg bis Salzburg und im Süden bereits am Vormittag erste Gewitter. Im Osten scheint noch länger die Sonne, bevor sich auch hier einige hochreichende Quellwolken bilden und sich gegen Abend ein paar Gewitter entladen, die teils auch bis in die Nacht anhalten können.

Am geringsten ist die Gewitterneigung im Südosten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südost bis West, in Gewitternähe lebt er aber stellenweise kräftig auf. 13 bis 20 Grad zeigt das Thermometer in der Früh, am Tag von West nach Ost maximal 26 bis 33 Grad.

Unbeständiger Wochenstart

Vor allem in der Westhälfte bleibt der Himmel am Montag wolkenverhangen und es regnet oft, zeitweise auch kräftig. Nach Osten und Süden zu regnet es weniger und zeitweise kommt die Sonne durch, hier sind aber immer wieder auch Gewitter eingelagert. Der Wind weht mäßig, mitunter auch lebhaft aus südlichen Richtungen. Die Frühtemperaturen betragen 13 bis 21 Grad, die Tageshöchsttemperaturen in den Regengebieten teils unter 20 Grad, sonst meist 23 bis 29 Grad.

Auch der Dienstag bleibt eher unbeständig. Zeitweise scheint die Sonne, tagsüber bilden sich aber einige Quellwolken und in der Nordhälfte ziehen immer wieder auch ausgedehnte Wolken durch. Im Lauf des Tages muss vor allem im Westen und generell im Bergland mit dem einen oder anderen Regenschauer gerechnet werden, die Gewitterneigung nimmt aber deutlich ab. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus westlichen Richtungen. Auf zwölf bis 18 Grad beim Frühstück, folgen 21 bis 28 Grad am Nachmittag.

Die detaillierte Prognose in Ihrer Region:

Juli war "durchschnittlich"

Der Juli rangiert zwar unter den 45 wärmten Juli-Monaten der Messgeschichte. Aber er war "in vielerlei Hinsicht durchschnittlich", wie Klimatologe Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Donnerstag berichtete. Das gilt auch für den Sommer bisher.

"Die Temperatur lag mit plus 0,5 Grad nur knapp über einem durchschnittlichen Juli der Klimavergleichsperiode 1981 bis 1990 und genau im Mittel der letzten 30 Jahre. Auch Sonnenschein und Regen entsprachen in der österreichweiten Auswertung in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte: Die Niederschlagsmenge lag drei Prozent über dem Mittel und die Sonnenscheindauer sieben Prozent".

Widersprüchlich wirkt auf den ersten Blick, dass der Juli 2020 trotzdem einer der 45 wärmsten Juli-Monate der 254-jährigen Messgeschichte ist. In den vergangenen 40 Jahren sei es in Österreich "massiv" wärmer geworden, erklärte Orlik. "Wenn ein Juli im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten 'normal' ist, liegt er daher trotzdem deutlich über dem Großteil der Messgeschichte. Das sieht man auch gut im Vergleich mit früheren Klimavergleichsperioden: So ist der Juli 2020 zum Beispiel um 1,6 Grad wärmer als ein durchschnittlicher Juli im Zeitraum 1961 bis 1990, als die Klimaerwärmung noch nicht so stark war."

Warum der Schein trügt

Auch die Zwischenbilanz zum Sommer fällt eher durchschnittlich aus, zum Beispiel was die Zahl der Sommertage (mindestens 25 Grad) und die Zahl der heißen Tage (mindestens 30 Grad) betrifft. So liegen Wien, Innsbruck und Klagenfurt derzeit bei knapp über 30 Sommertagen und rund zehn Hitzetagen. Das entspricht ziemlich genau dem Durchschnitt der letzten Jahrzehnte.

"Der Grund, warum viele Menschen den Eindruck haben, der Sommer 2020 ist eher kühl, liegt wahrscheinlich daran, dass wir in den letzten Jahren sehr extreme Sommer erlebt haben", betonte der ZAMG-Klimatologe. "Die Sommer 2019, 2018 und 2017 liegen unter den fünf heißesten Sommern der Messgeschichte. Ein weiterer Grund könnte sein, dass es heuer noch keine längeren Hitzeperioden gab und das Wetter eher wechselhaft war. Die Zahl der Regentage und die Regenmengen liegen in vielen Regionen im Bereich des vieljährigen Durchschnitts, in der Osthälfte Österreichs stellenweise auch darüber."

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