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Chronik

Eine neue Talstation für die ehrwürdige Schafbergbahn

Von Edmund Brandner  13. April 2021 00:04 Uhr

Eine neue Talstation für die ehrwürdige Schafbergbahn
Die künftige Talstation samt Restaurant und Shop soll Passagiere zum längeren Verweilen verführen.

ST. WOLFGANG. Aus dem alten Bahnhof wird bis 2022 ein "ErlebnisQuartier"

Nur 600 Meter der 5,85 Kilometer langen Schafbergbahn verlaufen über oberösterreichisches Hoheitsgebiet, der Rest liegt auf Salzburger Seite. Dennoch fand der Spatenstich für die neue Talstation gestern in Oberösterreich statt, denn im Ortszentrum von St. Wolfgang fahren die berühmten Züge ab.

Am Ufer des Wolfgangsees errichtet die Salzkammergutbahn GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der Salzburg AG, bis Ende 2022 für 7,5 Millionen Euro eine neue Talstation. Oder, wie es die Investoren nennen, ein "ErlebnisQuartier". Denn die Besucher werden dort künftig viel mehr tun als nur Tickets kaufen und in den Zug steigen. Auch ein Museum, ein Shop, ein Restaurant und eine Veranstaltungszone sind im architektonisch anspruchsvollen Gebäude vorgesehen, das eine alte Talstation aus den Fünfzigerjahren ersetzt. Das erklärte Ziel ist es, die Verweildauer der Touristen zu erhöhen.

Die neue Talstation ist indessen nur Teil einer großen Investitionsoffensive, die bereits 2018 begann. Für 18 Millionen Euro wurden seither die Gleisanlagen der 128 Jahre alten Bahnlinie erneuert. Die Kosten teilten die Bundesländer Salzburg und Oberösterreich sowie die Salzburg AG zu gleichen Teilen auf.

Investitionen auch am Gipfel

Und während jetzt im Tal am "ErlebnisQuartier" gebaut wird, bleibt auch bei der Gipfelstation kein Stein auf dem anderen. Um die Besucherströme besser lenken zu können – vor Corona wurden 339.000 Passagiere pro Jahr gezählt – wird im Gipfelbereich des 1783 Meter hohen Schafbergs ein optimiertes Wegekonzept mit Aussichtspunkten umgesetzt. Zudem wird ein Schrägaufzug von der Bergstation zum Hotel und Restaurant Schafbergspitze führen, sodass eine wetterfeste und barrierefreie Auffahrt gewährleistet ist. Die ehemalige Schutzhütte "Himmelspforte", seit einem Jahr ebenfalls im Besitz der Salzburg AG, wird ebenfalls renoviert.

Trotz der Baumaßnahmen können Besucher auch in diesem Sommer die historische Zahnradbahn, die in 35 Minuten 1190 Höhenmeter überwindet, benutzen. "Es wird einen uneingeschränkten Fahrbetrieb geben", kündigt Mario Mischelin, Geschäftsführer der Salzkammergutbahn GmbH an.

Artikel von

Edmund Brandner

Lokalredakteur Salzkammergut

Edmund Brandner
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