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BKH Lienz verlangt Covid-Impfung von Neuzugängen

Von nachrichten.at/apa   29.Juli 2021

(Symbolbild)

Es gebe zwar keine generelle Impflicht, aber von Neuzugängen wird verlangt, dass sie geimpft sind, sagte der ärztliche Direktor Martin Schmidt am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht des Online-Portals "dolomitenstadt.at". Die de-facto Impfpflicht gelte seit Juni für alle Neuanstellungen, also nicht nur für das Gesundheitspersonal, sondern etwa auch für Reinigungskräfte usw. Auch die Verlängerungen von befristeten auf unbefristete Verträge sollen zukünftig um den Passus zum "präventiven Impfschutz" ergänzt werden. Dies werde derzeit noch geprüft, sagte Schmidt.

Kritik vom Betriebsrat

Der Betriebsrat, der laut "dolomitenstadt.at" offenbar nicht eingebunden war, kritisierte die neue Regelung. "Die derzeitige Vorgehensweise - wie gesagt immer unter der Betrachtung, dass es dafür in Tirol keine gesetzliche Grundlage gibt - ist für den Betriebsrat in diesem Ausmaß nicht nachvollziehbar. Es entstehen Druck- und Zwangssituationen, die in einer gesunden Betriebskultur nichts zu suchen haben", hieß es in einem Schreiben des Betriebsrats. Auch der Osttiroler freiheitliche Nationalratsabgeordnete Gerald Hauser kritisierte die Maßnahme.

Keine vergleichbare Regelung

In den tirol kliniken, zu denen die Krankenanstalten in Innsbruck, Hall in Tirol, Natters und Zirl gehören, gibt es indes keine vergleichbare Regelung. Bei Neuzugängen sei es den Organisationseinheiten überlassen, ob eine Corona-Impfung als Voraussetzung für die Einstellung gesehen wird, meinte der Sprecher der tirol kliniken. Schriftlich sei dies nirgends verankert. In Risikobereichen könne man jedoch "bei Neuzugängen von einer de-facto Impfpflicht sprechen", so der Sprecher. Doch es gebe auch Bereiche, in denen "das Risiko minimal ist", etwa in Laboren oder bei Tätigkeiten ohne Patientenkontakt. Generell würde man aber geimpfte Bewerber bevorzugen.

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24. Oktober 2021