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Chronik

Auto unter Brücke gespült: Lenkerin hatte Schutzengel

Von nachrichten.at/apa   30. Juli 2020 08:53 Uhr

In Graz wurde eine Autolenkerin noch rechtzeitig aus ihrem Wagen gerettet.

Bei einem heftigen Unwetter in Graz hatte eine Autofahrerin großes Glück: Die Frau konnte noch rechtzeitig aus dem Fahrzeug gerettet werden, ehe dieses von Wassermassen unter eine Brücke gespült wurde.

Unwetter haben auch am Mittwoch in vielen Regionen der Steiermark zu Schäden geführt. Rund 850 Feuerwehrleute waren mit Aufräumarbeiten beschäftigt. 

Einen Schutzengel hatte eine Auto-Lenkerin in der Grazer Stiftingtalstraße: "Durch die Wassermassen wurde ihr Fahrzeug in ein Bachbett geschwemmt. Forstarbeiter, die sich in der Nähe befanden, konnten sie zum Glück aus dem Pkw retten", ehe es von den Fluten unter eine Brücke gedrückt und beinahe zermalmt wurde, so die Berufsfeuerwehr. In Graz war besonders der Nordosten stark betroffen, die Gebiete Mariatrost, Ries und Waltendorf. In Summe waren rund 175 Feuerwehrkräfte in der Landeshauptstadt im Einsatz. Auch 26 Helfer der Holding Graz unterstützten die Einsatzkräfte. Eine Bim- sowie mehrere Buslinien waren vorübergehend unterbrochen.

Großes Glück hatte auch ein holländisches Urlauberpaar im obersteirischen Admont: Der Wagen der Touristen war bereits in der Nacht auf Mittwoch durch eine Gerölllawine zur Gänze verschüttet worden. Der Mann und die Frau im Alter von 55 und 53 Jahren blieben unverletzt. Zufällig vorbeikommende Feuerwehrleute befreiten die beiden, hieß es am Donnerstag in der Aussendung der Landespolizeidirektion Steiermark.

In Admont wurde ein Auto von einer Gerölllawine zur Gänze verschüttet. Die zwei Insassen blieben unverletzt.

Lkw krachte gegen Zug - nur Blechschaden

Thomas Meier, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes, sagte, dass die Hotspots diesmal in Graz-Umgebung, Graz und Radkersburg waren. Doch auch aus dem Murtal wurden Schäden gemeldet. Die Unwetter brachten orkanartige Windböen, Starkregen und teils auch Hagel mit. Das sorgte für entwurzelte Bäume, abgerissene Äste und so manche Bäche traten wegen des Starkregens über die Ufer.

Während der Raum Leoben am Mittwoch von größeren Schäden verschont blieb und die Feuerwehrleute nur vereinzelt mit abgedeckten Dächern und ungefallenen Bäumen zu tun hatten, musste in Zeltweg die Bahnstrecke wegen eines Murenabgangs gesperrt werden. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

In Gosdorf in der Region Radkersburg krachte ein Klein-Lkw während des Unwetters gegen einen Zug. Es entstand dabei aber nur Sachschaden. Der Zug konnte weiterfahren. In Mureck musste ein Fahrzeug geborgen werden und in Dietersdorf am Gnasbach stürzte ein Baum auf ein Auto. In Bierbaum am Auersbach mussten Keller ausgepumpt und abgedeckte Häuser provisorisch gesichert werden. Rund 35 Wehren waren im Einsatz. Donnerstagfrüh war immer noch rund ein Dutzend Trafostationen der Energie Steiermark nicht in Betrieb. Die Bewohner in Bierbaum verbrachten die Nacht ohne Strom.

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