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Chronik

Anschober: "Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen"

Von nachrichten.at/apa   26. März 2020 10:12 Uhr

Anschober
Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne)

WIEN. Ziel sei es, bei den prozentuellen Zuwächsen an Neuerkrankungen in den einstelligen Bereich zu kommen, betonte Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) am Donnerstag erneut.

Österreich hält aktuell bei 42 Todesfällen aufgrund des Coronavirus. Das gab Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) Donnerstagvormittag in einer Pressekonferenz bekannt. Die Erkranktenzahl lag bei 6001, einem Plus von 13,6 Prozent gegenüber dem Vortag. Dies sei aber nur ein wenig aussagekräftiger Tageswert. Ziel sei es, in den einstelligen Bereich zu kommen, betonte er erneut.

Milder Verlauf bei den meisten Erkrankten

Generell gehe es darum, beim Zuwachs nicht die Gesamtkapazität der Spitäler zu übersteigen. Genau das habe in Teilen Spaniens und Italiens nicht funktioniert, so der Gesundheitsminister. Es sei eine Stärke der österreichischen Strategie, dass sehr viele Patienten zu Hause bleiben können. Derzeit seien 547 Personen hospitalisiert, 96 auf der Intensivstation. Bei 87 Prozent gebe es einen sehr milden Krankheitsverlauf.

Anschober erinnerte an bereits gesetzte Schritte, um das Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten: Man habe mit den jüngsten Parlamentsbeschlüssen das Ärztegesetz geändert, was Laboruntersuchungen auch ohne Ärzte, vor allem aber auch den Einsatz von Turnusärzten, pensionierten Medizinern und von Fachärzten in anderen Bereichen ermöglicht habe.

Mehr Schutzausrüstung

Testungen von Spitalsmitarbeitern habe man intensiviert, es gebe Schutzkonzepte für die Krankenhäuser, und man habe Erfolge in der Beschaffung von Schutzkleidung verzeichnen können. Elf Millionen Handschuhe sollen am Freitag eintreffen, am Samstag eine Großlieferung Masken, am Montag Schutzanzüge, so der Minister: "Wir sind sehr intensiv in diesem Bereich unterwegs, um den Schutz noch deutlich zu stärken."

Erweitert werden zudem die Kapazitäten in vorsorglich errichteten Sonderkliniken für Menschen mit mildem Krankheitsverlauf. 12.000 Betten seien es mittlerweile. Man gehe in Richtung 20.000 Betten. Der freie Bettenbestand werde laufend mit den Prognoserechnungen abgestimmt, sagte Anschober.

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