Zukunft: Was die Älteren denken

22.November 2016

Zukunft: Was die Älteren denken
Die Generation der "Post-68er" will auch im Alter autonom bleiben.

Das geht aus einer Studie des Instituts für Jugendkulturforschung hervor.

Was ihre eigene Zukunft betrifft, so planen sechs von zehn Befragten in der Gruppe der 55- bis 65-Jährigen ihr Leben im Alter offenbar "lieber ohne meine Kinder". Der Großteil würde später gerne in einer eigenen Wohnung leben, elf Prozent favorisieren eine selbstorganisierte Senioren-WG.

Lieber WG statt bei den Kindern

"Und, so das verblüffende Ergebnis der Studie, neun Prozent gingen sogar lieber in ein Seniorenheim, als im Haushalt der Kinder zu wohnen", so Studienleiterin Beate Großegger. Dass dem so ist, hätte mehrere Gründe. "So sind die ‚Post-68er’ etwa die erste Generation, in der die Enttraditionalisierung der Familienstrukturen so richtig greift. Familiäre Generationensolidarität ist für diese Gruppe nur eine von mehreren Möglichkeiten, füreinander Verantwortung zu übernehmen." Hinzu kämen die hohen Autonomieansprüche dieser Generation, die in ihren jungen Jahren die gesellschaftliche und kulturelle Aufbruchstimmung der 1970er voll miterlebte und Selbstbestimmung als Wert im persönlichen Lebensplan fest verankerte.