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Chronik

Heer gerät nach tödlicher Explosion unter Druck

14. Oktober 2009

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In einer solchen Haubitze starb am 8. Oktober ein Soldat.

ALLENTSTEIG. Die Unfälle am Truppenübungsplatz Allentsteig bringen das Bundesheer in Bedrängnis. Im OÖN-Gespräch verlangt der grüne Nationalratsabgeordnete Peter Pilz als Konsequenz aus den tragischen Vorfällen die gänzliche Abschaffung gepanzerter Verbände: „Die in den Haubitzen verwendeten Granaten sind nichts anderes als gefährlicher Schrott, bei deren Entsorgung das Bundesheer Menschenleben in Kauf nimmt.“

Die vier Panzerbrigaden könnten laut Pilz komplett aufgelöst werden. „Das Entsorgungsschießen in Allentsteig muss ein Ende haben.“

Das Verteidigungsministerium schießt nun zurück: „Pilz saß in der Heereskommission und hat dort diesen Waffensystemen zugestimmt“, sagt Oberst Michael Bauer.

Warum bei dem zweiten Unglück in Allentsteig ein defekter Zünder zum Einsatz kam, ist weiterhin rätselhaft. Bei der Explosion starb ein 20-jähriger Korporal aus dem Burgenland, ein Rekrut aus der Steiermark erlitt schwere Brandwunden. „Die Zünder sind so konzipiert, dass sie auch dann noch funktionieren, wenn sie zu Boden fallen“, erklärt Bauer. Zur Klärung der Unglücksursache wurden Zünder der gleichen Bauart einem Röntgentest unterzogen. Ein Ergebnis lässt noch auf sich warten.

Jene M-109-Haubitze, in der ein Soldat ums Leben kam, wird in Militärkreisen als hoch modernes Waffensystem beschrieben. (fam)

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