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Ein Tiroler Wahrzeichen feiert Geburtstag - 50 Jahre Europabrücke

Von nachrichten.at/ots   17.November 2013

"Jahrhundertprojekt", "ehemals höchste Brücke Europas" oder "Herzstück der Brenner Autobahn" - Die Europabrücke erfreut sicher vieler Titel und Attribute. 

Am 17. November 1963 eröffnete der damalige Bundeskanzler Alfons Gorbach die Europabrücke - als Wahrzeichen für Völkerverbindung und Mobilität sowie für den damaligen Fortschritt der Baukunst der 60er Jahre. Die immensen Dimensionen der Brücke stellte die Ingenieure damals vor gewaltige Aufgaben. 70.000 Kubimeter Beton, 55.000 Kubikmeter Erd- und Felsmassen, über 6.000 Tonnen Stahl und ein viereinhalb Jahre Bauzeit: Das Jahrhunder-Bauwerk übertraf bei Planung, Bau und im Betrieb alle Erwartungen. "DieEuropabrücke ist auf ihre Art ein Tiroler Wahrzeichen. Als Herzstück der Brenner Autobahn ist sie eines der bedeutendsten Bauwerke, die wir betreuen", ist sich ASFINAG-Geschäftsführer Klaus Fink sicher. 50 Jahre nach Verkehrsfreigabe passieren über zwölf Millionen Fahrzeuge pro Jahr die Europabrücke.

Am 17. November 1963 eröffnete der damalige Bundeskanzler Alfons Gorbach die Europabrücke - als Wahrzeichen für Völkerverbindung und Mobilität sowie für den damaligen Fortschritt der Baukunst der 60er Jahre.  

Als Jahrhundertbauwerk wurde die Europabrücke gefeiert, als sie am 30. Mai 1963 fertiggestellt wurde. Die Fakten beeindrucken noch heute: Die Brücke ist 820 Meter lang, steht auf fünf imposanten Stahlbetonpfeilern und misst an der höchsten Stelle 192 Meter. Sie besteht aus 70.000 Kubikmetern Beton, 6.000 Tonnen Stahl wurden verbaut. Am 17. November 1963 - vor genau 50 Jahren - rollten die ersten Fahrzeuge über die damals höchste Brücke Europas.

Zweithöchste Brücke Europas

"Ingenieure betraten beim Bau dieser Brücke Neuland. Neue Bautechniken kamen zum Einsatz - in dieser Form noch nie dagewesene wissenschaftliche Versuche bildeten die Grundlage für die technische Umsetzung", erläutert Fink. Die Brücke Viaduc de Millau in Südfrankreich lief zwar der Europabrücke im Jahr 2004 mit einer Höhe von 270 Metern den Rang als höchste Brücke Europas ab. Das tat der großen Bedeutung der Europabrücke jedoch keinen Abbruch. "Die Europabrücke ist mittlerweile eine ältere Dame - jedoch bestens in Schuss", ist sich Fink sicher. Neben einer permanenten Kontrolle durch den Streckendienst der zuständigen Autobahnmeisterei Plon finden alle zwei Jahre Kontrollen durch die Abteilung der Bauwerksinspektion statt. Alle sechs Jahre steht verpflichtend eine Brückenprüfung durch externe Experten auf dem Programm. Im Rahmen dessen werden Tragwerk, bewegliche Teile oder Fahrbahnübergänge auf Funktionalität und Verschleißerscheinungen überprüft. Diese Ergebnisse führen bei Bedarf zu baulichen Sanierungsmaßnahmen. Die Überprüfungen an der Brücke erfordern Schwindelfreiheit: mit einem Brückeninspekationsgerät bewegen sich die ASFINAG-Mitarbeiter auf einer Plattform in über 190 Meter Höhe unter Brücke, um nach dem Rechten zu sehen. Sogar ein Bungee-Sprung ist seit über zwei Jahrzehnten von der Brücke aus möglich.

Der Baufortschritt an der Europabrücke aufgenommen im Jahr 1962. Sie misst 192 Meter Höhe, besteht aus rund 70.000 Kubikmetern Beton und für ihre Errichtung wurden rund 66 Tonnen unterschiedlicher Stahl verwendet und 55.000 Kubikmeter Erd-und Felsmassen bewegt.

Eckdaten Europabrücke:

Länge: 820 Meter gesamt (inklusive Vorbrücken)
Höhe: 192 Meter
Anzahl Pfeiler: 5 Stück
Bauart der Brücke: Balkenbrücke in Stahlkonstruktion 
Spatenstich: 25. April 1959
Verkehrsfreigabe: 17. November 1963

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