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Chronik

23-Jähriger mit Spielzeug-Betrug aufgeflogen

Von nachrichten.at/apa   15. Oktober 2020 11:13 Uhr

Polizei
(symbolbild)

KLAGENFURT. Ein 23-jähriger Klagenfurter ist des Betrugs mit Kinderspielzeug im großen Stil überführt worden.

Großhändler und Kunden seines Online-Shops lockte er mit günstigen Angeboten für Sets von Plastikbausteinen eines namhaften Herstellers, berichtete die Polizei am Donnerstag. Geliefert wurde die Ware meist gar nicht, teilweise täuschte der Verdächtige Lieferungen mit Spielzeugsand für das Gewicht bei Versand mit Luftfracht vor. Der bisherige Schaden beläuft sich auf 300.000 Euro.

Der 23-Jährige, der auch ein normales Spielwarengeschäft betrieb, wurde am Mittwoch festgenommen, er befindet sich in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen äußerte er sich zunächst nicht. Bei einer Hausdurchsuchung wurden Schriftstücke vorgefunden, die auf weitere Opfer schließen lassen.

Im Juni begannen die Ermittlungen ausgehend von einem Bagatelldelikt mit einem Schaden von 241 Euro. Es stellte sich heraus, dass sich unter den Geschädigten neben österreichischen auch Firmen aus China, Holland, Deutschland, Ungarn, Slowenien und Amerika befinden.

Im Sommer 2019 verkaufte der 23-Jährige mehrere Paletten Plastikbausteine an zwei Großhändler aus Hongkong und den Niederlanden um 34.000 Euro. Der Preis lag um bis zu 20 Prozent unter dem Listenpreis, die Lieferung erfolgte, der 23-Jährige nahm den Verlust wohl bewusst in Kauf. Er bot weitere Lieferungen zu diesem Preis an, es folgten Vorauszahlungen in Höhe von 172.000 Euro. Zu einer Lieferung der versprochenen Ware kam es nicht.

Im Juni 2020 versendete der 23-Jährige an zwei Käufer in China, die Plastikbausteine bestellt hatten, mehrere Paletten Spielsand, um das Gewicht für den Frachtbrief der Spedition vorzutäuschen. Nach Beschwerden der um 46.000 Euro Geschädigten täuschte der Klagenfurter eine Schadenswiedergutmachung vor.

Die Polizei stieß im Zuge der Ermittlungen auf weitere Geschädigte, darunter rund 30 Kunden des Online-Shops des Verdächtigen. Wo das ergaunerte Geld geblieben ist, war zunächst unklar. Bei Kontoöffnungen wurde noch kein namhafter Betrag gefunden.

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